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	<title>Club 16 e.V. - Europas freundschaftlicher Zusammenschluss von Renault 16 Liebhabern. &#187; Wie ich zu meinem R16 kam&#8230;</title>
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		<title>Holger Schmidt</title>
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		<pubDate>Sat, 24 May 2008 13:17:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Renault-Club]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Holger Schmidt zu einem
wunderschönen Hochzeitswagen kam

Wie kommt man eigentlich dazu, sich in einen Renault 16 zu verlieben?
Diese Frage haben mir nicht nur viele meiner Bekannten gestellt. Auch ich habe mich dieses schon des öfteren gefragt. Ich glaube, man kann es mit dem Begriff der Sozialisierung erklären. Es ist das Gefühl aus vergangenen Zeiten, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wie Holger Schmidt zu einem<br />
wunderschönen Hochzeitswagen kam<br />
</em></p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/schmidt1.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="188" align="left" />Wie kommt man eigentlich dazu, sich in einen Renault 16 zu verlieben?<br />
Diese Frage haben mir nicht nur viele meiner Bekannten gestellt. Auch ich habe mich dieses schon des öfteren gefragt. Ich glaube, man kann es mit dem Begriff der Sozialisierung erklären. Es ist das Gefühl aus vergangenen Zeiten, das mich mit diesem Auto so verbindet und heute immer noch spürbar ist, wenn ich mit meinem R16 fahre.</p>
<p>Ich war ca. acht Jahre alt, als mein Vater den ersten TX kaufte. Ich fand es super, von ihm sonntags durch den Oberbergischen Kreis chauffiert zu werden. Es war zu Zeiten, als es noch üblich war „Sonntagstürchen“ zu machen, mit obligatorischen Besuchen in Eiscafés und Pommesbuden. Auf den Straßen des Oberbergischen Kreises (sehr kurvig) wurde mir zwar regelmäßig schlecht, aber ich bin mir auch heute noch sicher, dass die Gründe dafür ausnahmslos bei den Extraportionen Mayonnaise zu suchen sind.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/schmidt2.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="187" align="right" />Ganz intensiv ist da dieses Gefühl, mit einem R16 auf lange Reisen zu gehen. Der Wagen ist perfekt gepackt und man kann sich als Kind unangeschnallt auf einer Liegewiese die Zeit vertreiben. Dabei läuft Musik wie z.B. Je t`aime von Serge Gainsbourg oder auch etwas ganz anderes wie Popkorn von Hot Butter, einer der ersten Songs aus dem Computer. Da durfte man als Kind noch zwischen den Vordersitzen stehen und dabei die Welt und vor allem die Armaturentafel studieren.</p>
<p>Ja, so eine intensive Prägung erzeugt Emotionen, besonders dann, wenn nach dem x-ten weggerosteten TX ganz ohne Vorwarnung auf die Armaturentafel eines R5 TL geschaut werden darf. Dies erzeugt wiederum Wehmut, die so lange anhält, bis man alt genug ist, um sich seinen eigenen R16 kaufen zu können.</p>
<p>Und dies war ein grüner 79er TL. Er stand ganz unverhofft vor der Mensa unserer Uni.</p>
<p>Birgit, damals schon brandaktuell, warnte ich vor: „Nach Deiner Vorlesung, Schatzi!!!!, gehört dieses wunderschöne Automobil uns!“ Sie schenkte mir ein freundliches Lächeln, aber war sich dem Ernst dieser Situation wohl nicht bewusst. Zwei Stunden später und 2500 DM ärmer waren wir Besitzer eines wunderschönen Fahrzeuges. Auch Birgit war mehr als begeistert. Sie brach Wie kommt man eigentlich dazu, sich in einen Renault 16 zu verlieben?</p>
<p>Diese Frage haben mir nicht nur viele meiner Bekannten gestellt. Auch ich habe mich dieses schon des öfteren gefragt. Ich glaube, man kann es mit dem Begriff der Sozialisierung erklären. Es ist das Gefühl aus vergangenen Zeiten, das mich mit diesem Auto so verbindet und heute immer noch spürbar ist, wenn ich mit meinem R16 fahre.</p>
<p>Ich war ca. acht Jahre alt, als mein Vater den ersten TX kaufte. Ich fand es super, von ihm sonntags durch den Oberbergischen Kreis chauffiert zu werden. Es war zu Zeiten, als es noch üblich war „Sonntagstürchen“ zu machen, mit obligatorischen Besuchen in Eiscafés und Pommesbuden. Auf den Straßen des Oberbergischen Kreises (sehr kurvig) wurde mir zwar regelmäßig schlecht, aber ich bin mir auch heute noch sicher, dass die Gründe dafür ausnahmslos bei den Extraportionen Mayonnaise zu suchen sind.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/schmidt3.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="187" align="left" />Ganz intensiv ist da dieses Gefühl, mit einem R16 auf lange Reisen zu gehen. Der Wagen ist perfekt gepackt und man kann sich als Kind unangeschnallt auf einer Liegewiese die Zeit vertreiben. Dabei läuft Musik wie z.B. Je t`aime von Serge Gainsbourg oder auch etwas ganz anderes wie Popkorn von Hot Butter, einer der ersten Songs aus dem Computer. Da durfte man als Kind noch zwischen den Vordersitzen stehen und dabei die Welt und vor allem die Armaturentafel studieren.<br />
Ja, so eine intensive Prägung erzeugt Emotionen, besonders dann, wenn nach dem x-ten weggerosteten TX ganz ohne Vorwarnung auf die Armaturentafel eines R5 TL geschaut werden darf. Dies erzeugt wiederum Wehmut, die so lange anhält, bis man alt genug ist, um sich seinen eigenen R16 kaufen zu können.<br />
Und dies war ein grüner 79er TL. Er stand ganz unverhofft vor der Mensa unserer Uni.</p>
<p>Birgit, damals schon brandaktuell, warnte ich vor: „Nach Deiner Vorlesung, Schatzi!!!!, gehört dieses wunderschöne Automobil uns!“ Sie schenkte mir ein freundliches Lächeln, aber war sich dem Ernst dieser Situation wohl nicht bewusst. Zwei Stunden später und 2500 DM ärmer waren wir Besitzer eines wunderschönen Fahrzeuges. Auch Birgit war mehr als begeistert. Sie brach regelrecht in Jubelschreie aus, da aus finanzieller Not (Kohle ist als Student bekanntlich Mangelware!) unser aktuelles Fahrzeug, ein sechs Jahre junger R11, dem R16 geopfert werden musste. Ein Käufer für den R11 fand sich schnell! Mein Vater, der unsere finanzielle Situation wohl realistischer betrachtete als ich und ebenfalls ein Meister der spontanen Autokäufe war, fungierte als Zwischenhändler und nahm uns kurzerhand den R11 ab.<br />
So kam ich also zu meinem ersten R16!</p>
<p>Mein Autofahrerglück blieb mir jedoch nicht lange treu. Der TL war nicht so alltagstauglich wie es Birgit erwartet hatte und so schaute ich kurzerhand wieder auf die Armaturentafel eines R5. Komisch wie sich die Dinge des Lebens wiederholen.</p>
<p>Den noch heute aktuellen Urtyp erhaschte ich zu einer anderen Gelegenheit. Es war an einem Tag vor Weihnachten 1994, als ich von einem Einkaufsbummel obligatorisch bei meinem Renaulthändler vorbeischaute. Mein 79er TL war derzeit abgemeldet und somit dachte ich, mir könnte ein Modell in dieser spaßfreien Autozeit (gemeint ist die Zeit ohne R16!) ein wenig Trost spenden. Dort fragte ich, ob es nicht möglich sei, ein Modell in 1:24 von einem R16 zu bekommen.<br />
Der Meister dort lachte nur und meinte: „Ein Modell in 1:24 habe ich nicht mehr für Sie, aber ich kenne da noch ein Exemplar in der Größe 1:1! Einer unserer Kunden ist verstorben und sein Sohn möchte den Wagen nicht behalten.“</p>
<p>Die Adresse wurde schnell ausfindig gemacht und nach einem kurzen Anruf fuhr ich direkt los, um mir den Wagen einmal anzuschauen. Was ich zu sehen bekam, war ein R16, wie ich ihn als R16-Neuling noch nicht kannte. Er hatte Luftschlitze unter der Windschutzscheibe, den kompletten seitlichen Schriftzug an der C-Säule und ein schrecklich unattraktives Armaturenbrett. Die Karosserie war jedoch in einem so exzellenten Zustand (ich kannte die Schwachstellen durch meinen 79er TL), dass ich diesen Wagen aus erster Hand, Baujahr Mai 1966, unbedingt besitzen wollte.</p>
<p>Der Verkäufer witterte fette Beute und nannte mir einen Preis von 5000 DM. Dies sei ein günstiges Angebot für dieses seltene Auto, das sein Vater all die Jahre so liebevoll gepflegt habe. Zumal, das sollte ich besonders bedenken, ein Arzt ebenfalls sehr stark an diesem Fahrzeug interessiert sei! Und wer zuerst malt, der malt bekanntlich am besten!</p>
<p>Dieser Preis war mir als Student deutlich zu hoch und so zog ich, nicht ohne meine Telefonnummer zu hinterlassen, unverrichteter Dinge wieder ab. Als mich jedoch der Verkäufer fünf Wochen später wieder anrief und mir erzählte, das Interesse des Arztes hätte nachgelassen und ich könnte den Wagen nun für 3000 DM (ach, ganz unverhofft?!) erwerben, entwickelte ich einen nicht unerheblichen Jagdinstinkt. Mit einer, wie ich finde, genialen List (verrate ich natürlich nicht; könnte sein, dass ich diese auch einmal bei Euch anwenden muss) und weiteren fünf Wochen erwarb ich dann diesen schönen R16 für 1700 DM.</p>
<p>In den darauffolgenden Semesterferien, die Thermodynamik zeigte Verständnis, verbrachte ich den größten Teil meiner Zeit damit, den Wagen zu zerlegen. Der Vorbesitzer des Wagens war Kfz-Meister und kaufte den R16 im Rentenalter. Er muss wohl der Meinung gewesen sei, das beste Rostschutzmittel ist Altöl und Staub, und wenn es regnet wird nicht gefahren.<br />
Das Öl-Staub-Gemisch haftete teilweise bis zu vier Zentimeter unter dem Fahrzeug.</p>
<p>Aber seine Theorie stimmte! Der einzige Rost, den ich entdeckte, befand sich am Stehblech, direkt am Lampentopf, und dies auch nur an einer Seite. Innerhalb der Karosserie war das Blech neuwertig. Obwohl ich den optischen Zustand des R16 anfangs als „in Ordnung“ bezeichnete, wurde er später seitlich lackiert, da ich nicht originale Zierleisten abmontierte und sich leichte Kratzer und Beulen in den Türen befanden. Chromteile wie Stoßstangen und Siegel brauchte ich nur zu reinigen. Die Karosserie war somit fertiggestellt.<br />
Der Wagen stand seit knapp neun Jahren still, umso erstaunlicher war es, dass er die ersten 200 km einwandfrei lief. Das von mir gesetzte Ziel, den Renault in drei Monaten als meinen Hochzeitswagen zu verwenden, war nun in greifbare Nähe gerückt. Inzwischen hatte ich natürlich meine Zukünftige davon überzeugt, dass nur ein R16 als Hochzeitswagen in Frage kam. Noch einige kleine Probefahrten, ein wenig einstellen und&#8230; fertig!</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/schmidt4.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="176" align="left" />Doch zu früh gefreut! Obwohl ich zuvor alle Flüssigkeiten gewechselt hatte, schienen die Lagerschalen ihren Dienst nicht mehr verrichten zu wollen und es entstand ein kapitaler Motorschaden.<br />
Für einen Schrauberneuling und noch ohne wesentliche Bekanntschaften im damaligen Club (der Klaus war damals noch der erste Vorsitzende) bedeutete dies eine erhebliche Stresssituation. Die Braut hatte wohl schon ihr Kleid, aber der Wagen lief nicht mehr!<br />
Dank eines damaligen Clubmitglieds und natürlich Klaus Pölzls, den ich wohl am Telefon einiges an Nerven gekostet habe, erhielt ich relativ schnell einen gebrauchten Motor.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/schmidt5.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="181" align="right" />Nun, Probleme sind dazu da um gelöst zu werden und um beispielsweise die Zeit der Hochzeitsvorbereitungen ein wenig mit Leben zu füllen. Auch am Hochzeitstag machte uns der Wagen alle Ehre. Endlich neu überholt, geputzt und als Hochzeitsfahrzeug hergerichtet, sitzt das Brautpaar voller Erwartung in der Hochzeitsdroschke.</p>
<p>Der Chauffeur, leider sehr unerfahren im Umgang mit alte Renaults (Kadett GSI-Fahrer) lässt den Wagen erst einmal absaufen. Doch unsere Gäste, gar nicht faul, gaben uns noch den letzten Schubs und seit dem ist das Auto für uns unverkäuflich.<br />
Ich persönlich halte meinen R16 somit immer im Gedächtnis und ihr seid sicher auch meiner Meinung wenn ich sage:<br />
„Als Hochzeitswagen ist er unschlagbar!“</p>
<p><em>Holger Schmidt, Dezember 2006 </em></p>
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		<title>Roland Bächli</title>
		<link>http://www.renault16.de/wie-ich-zu-meinem-r16-kam/roland-bachli</link>
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		<pubDate>Sat, 24 May 2008 11:36:37 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Wie ich zu meinem R16 kam...]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[R16]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Renault-Geschichte
&#8230;und wie ich zum R 16 kam

Eigentlich kam der R16 zu mir.
Wie bei vielen R16 Liebhabern war es auch bei mir „La voiture de mon père“. 1968 brauchte mein Vater ein Auto mit Ladekapazität, wollte aber keinen Kombi, so kam der erste 16er, ein GL, ins Haus. Er war hellblau und hatte für einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Meine Renault-Geschichte<br />
&#8230;und wie ich zum R 16 kam<br />
</em><br />
<strong><img style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/1.jpg" alt="Renault 16" hspace="10" vspace="10" width="225" height="151" align="left" />Eigentlich kam der R16 zu mir.</strong><br />
Wie bei vielen R16 Liebhabern war es auch bei mir „La voiture de mon père“. 1968 brauchte mein Vater ein Auto mit Ladekapazität, wollte aber keinen Kombi, so kam der erste 16er, ein GL, ins Haus. Er war hellblau und hatte für einen Vielfahrer zu wenig Leistung. Deshalb kam ´69 ein beiger TS, welcher leider im Urlaub in Jugoslawien an einer Felswand hängen blieb. So folgte darauf ein 70er TS in derselben Farbe, aber mit schwarzer Kunstlederpolsterung. Diese Sitze haben mir im Sommer mehrmals den A…. verbrannt, dafür waren sie resistenter gegen Zigarettenglut.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/2.jpg" alt="Renault 16" hspace="10" vspace="10" width="225" height="169" align="right" />Darauf folgte dann 1972 ein metallicgrüner TS mit Kopfstützen und Autoradio. Wie immer nach 80 – 90 Tausend Kilometern, musste 1975 wieder ein neuer her und ich wollte, dass es ein TX ist. Das wäre mein Traum gewesen, doch mein Vater war nicht richtig begeistert. Der Wagen war im zu teuer, der fünfte Gang hätte nie soviel Benzin gespart wie der Mehrpreis vom TS zum TX ausmachte, den Sinn von elektrischen Scheibenhebern vorne hat er auch nicht eingesehen, diese wollte er lieber an den hinteren Seitenscheiben, Zentraltürverriegelung war ein Gimmick und sowieso nur dazu da, um kaputt zu gehen und die 10 PS mehr waren nicht so deutlich zu spüren wie die Steigerung seinerzeit vom GL zum TS.</p>
<p>Also wurde es wieder ein TS, ein giftgrüner mit dem neuen Plastikgrill. 1977 kam dann doch noch ein hellblauer TX, da es in der Zwischenzeit keine TS mehr gab und der schwerere R20 mit demselben Motor doch deutlich untermotorisiert war. In dieser Zeit hat sich mein Vater dann schwer an den fünften Gang gewöhnt und hat erst auf den R20 TS gewechselt, als es diesen dann auch mit Fünfgang-Getriebe gab. Der 20er war ja schon OK, und da ich auch grösser wurde, hatte ich auch mehr Platz für meine Beine hinten. Aber eine spezielle Konstruktion, wie der 16er, war er nicht mehr. Da war mir schon klar, dass wenn ich dann einmal Autofahren darf, es ein 16er sein muss und zwar ein TX.</p>
<p><img src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/3.jpg" alt="Renault 16" hspace="10" vspace="10" width="225" height="187" align="left" /><img style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/4.jpg" alt="Renault 16" width="225" height="169" /><img style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/5.jpg" alt="Renault 16" width="225" height="169" /></p>
<p>Angefangen habe ich dann zwar mit einem kanariengelben R 12 TS, doch schon drei Monate später kam mein Freund Markus mit einem TX angefahren. Er fuhr „mein“ Auto. Umso schlimmer, da er kein R16 Freak war wie ich! Wir waren damals beide in der Ausbildung, er als Automechaniker ich als Elektroniker und wir haben unseren Lehrlingslohn immer wieder mal durch Kauf, Instandstellung und Verkauf von Occasionen aufgebessert. Drei Monate später und nach viel Betteln war er dann mir.</p>
<p><img style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/6.jpg" alt="Renault 16" width="225" height="169" /><img style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/7.jpg" alt="Renault 16" width="225" height="169" /></p>
<p>Mein Traum: 74er, blau metallic, mit elektrischem Schiebedach und allen Goodies, ausser Klima und Leder. Ein Rennwagen war er auch, jedenfalls in meiner Hand. Mancher, vielleicht nicht so geübte GTI Fahrer musste sich über kurvenreiche Landstrassen doch sehr, sehr beeilen, um uns wenigstens ein wenig auf Distanz zu halten. Das war 1982 und damals hatte ein Golf GTI auch „nur“ 110 PS (gut, aber auch 200 kg weniger). Es hat einfach unheimlich Spass gemacht (manchmal heute noch), spektakulär schräg in den Kurven zu hängen, und wie Ihr ja alle wisst, will der R16 nicht am Lenkrad gerissen, sondern schön sanft in die Federung gelegt werden und dann kommt man auf ganz flotte Kurvengeschwindigkeiten.</p>
<p>Diese Fahrweise hat natürlich ihre Spuren hinterlassen, so musste ich vorne relativ häufig die Reifen wechseln, auch weil ich damals nur Geld für gebrauchte hatte. Auch am Motor kam das Nageln der Ventile, verursacht durch eine eingelaufene Nockenwelle, immer häufiger.<br />
Schliesslich musste ich alle 500 Kilometer das Ventil am dritten Auslass einstellen. Um mir das zu vereinfachen, habe ich Löcher in den Ventildeckel gebohrt, wo ich mit Einstellschlüssel und Lehre zum Einstellen durchgekommen bin und habe diese dann mit Gummistopfen wieder verschlossen. So hat es nicht lange gedauert, und ich musste nach einem kurzen Vollgas-Ritt nach Zürich den Motor wechseln. Damit hatte ich gerechnet und der Ersatz lag bereits in der Garage. Nun hatte „mon Bleu“ endlich auch ein gut klingendes Herz und dieses habe ich dann auch nicht mehr so arg gequält.</p>
<p><img style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/8.jpg" alt="Renault 16" width="225" height="159" /><img style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/9.jpg" alt="Renault 16" width="225" height="168" /></p>
<p>Der R16 war ja immer ein schräger Typ, aber in den Achtzigern war er für die Verständnislosen einfach nur ein altes Auto. Auch bei den Mädchen konnte ich erst punkten, als ich Ihnen das elektrische Schiebedach unter dem Sternenhimmel vorführte. Da die Batterie diesem Hin und Her nicht immer gewachsen war, lief der Wagen dann nicht mehr an und man konnte dann auf die vorzüglichen Liegesitze hinweisen. Bei französischen Mädchen war das einfacher, ich kann mich noch gut an den entzückten Ausruf einer französischen Ferienbekanntschaft in der Camargue erinnern: „Oh la la, une seize!“</p>
<p>Aber zurück zum Thema. Ein knappes Jahr hielt diese Liebe (die zum R16 natürlich), aber ein hängen gebliebener Schwimmer im Vergaser führte dazu, dass Benzin überlief und sich am heissen Motor entzündete. So lösen sich Träume und Lehrlingslöhne in Feuer und Rauch auf! Das war 1983 und meine finanziellen Verhältnisse und das langsame Verschwinden des R16 vom Gebrauchtwagenhandel machten es mir unmöglich für adäquaten Ersatz zu sorgen. Die Liebe, die Bewunderung und der Traum aber blieben, und 1991 entdeckte ich ein Inserat für einen 79er TX mit 78.000 km für nur 1500 Franken. Ich bin dann mit meiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau hingefahren und habe mir das silbrige Auto angesehen. Ausser TX war nicht viel Gemeinsames mit meinem Traum, denn er hatte keine elektrischen Scheiben und keine Zentraltürverriegelung. Dieses Zubehör war in der Schweiz an den 78er und 79er Modellen nicht mehr serienmässig, ja nicht einmal als Option erhältlich. Chrom an den Radläufen fehlte ebenso wie das von mir so heiss geliebte elektrische Schiebedach.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/11.jpg" alt="Renault 16" hspace="10" vspace="10" width="225" height="147" align="right" />Nach einer Probefahrt war ich aber wieder voll drauf und so kam es, dass ich den TX auf 1000 Franken runterhandelte (nimm’s oder lass es, den kauft sonst eh keiner) und gleich mitnahm. Der Wagen war aus erster Hand, technisch einwandfrei, innen fast neuwertig und auch optisch in einem guten Zustand. Von seinem Vorbesitzer wurde er immer schön gewachst und auch immer wieder mit Rostschutz behandelt. Leider war aber das Tectyl nicht überall gleich gut aufgetragen und dort wo es aufblätterte, konnte Wasser rein, aber nicht raus. Ich kannte schon ein paar versteckte Roststellen und fünf Jahre später fiel dies auch dem Prüfer bei der Motorfahrzeugkontrolle auf. Technische Mängel hiess es und der Stempel wurde uns verweigert. Zu jener Zeit war ich gerade Vater geworden und hatte eben erst die Restaurierung eines Cadillac de Ville Cabriolet hinter mir. So hatte ich wieder kein Geld und auch keine Zeit etwas Richtiges zu machen.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/12.jpg" alt="Renault 16" hspace="10" vspace="10" width="225" height="164" align="left" />So stand er nun halt einfach in der Garage, und damit die Technik nicht zu sehr leidet, wurde er jedes Jahr ein- zweimal mit dem Händlerschild von meinem Freund Markus bewegt. Ja, genau dieser, von dem ich meinen ersten 16er hatte. Wir sind heute noch Freunde und er hat eine eigene Garage. Ich habe die Ausfahrten an diesen Wochenenden immer genossen, das Auto gefühlt und mit Ihm gesprochen: „Bald verarzte ich dich, damit Du wieder auf die Strasse kommst.“ Jahr für Jahr.</p>
<p>Mit dem Aufkommen des Internets habe ich dann festgestellt, dass ich ja gar nicht der Einzige mit der Krankheit R16 bin. Nein, es gibt sogar welche, die sind noch schlimmer dran. Denen genügt einer nicht, die haben sogar zwei oder mehr. Das tat gut, aber auch weh. Alle konnten frei fahren, nur wir nicht. Im Jahr 2003 war es dann soweit. Auf meiner jährlichen Ausfahrt im Frühling habe ich dann beschlossen, den Wagen gar nicht mehr einzustellen, sondern habe gleich damit begonnen ihn zu zerlegen. So war ich gezwungen etwas zu tun, Restaurieren oder Verkaufen. Also weg mit den Kotflügeln, runter mit dem Tectyl, kratzen, bohren, rumstochern, sehen, ob es sich lohnt. Es gab zwei, drei Mal Überraschungen, z. B. die Aufhängung der Schwingen: „Nein, so nicht“! Ab ins Internet, Motivation tanken. Die anderen R16-Verrückten haben’s auch gemacht, also weiter! Dann kamen die bösen Löcher vorne an den Längsträgern zum Vorschein. Also wieder: Ab ins Internet, Motivation tanken. Da ich nicht mit der Schweissanlage umgehen kann und auch nicht wirklich Zeit hatte, habe ich einen Carosserie-Spengler gesucht, der den R16 noch kannte und habe Ihn um eine Offerte gebeten. Die Kosten haben sich in vernünftigem Rahmen bewegt, also los.</p>
<p>Doch dann hat der Wahnsinn angefangen mich zu reiten. Da bietet im Internet ein Philipp Gräfe ein originales Schiebedach an. Wow, das wäre doch mein Traum, aber kann man das in einem vernünftigen Kostenrahmen machen? Meine Frau überredete mich dann es zu tun, nach dem Motto: Jetzt oder nie mehr.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/baechli/13.jpg" alt="Renault 16" hspace="10" vspace="10" width="225" height="169" align="right" />Der Spengler staunte nicht schlecht, als ich mit dem Dach angekommen bin, aber in der Zwischenzeit hatte er auch gesehen, dass mein 16er eigentlich gar nicht in einem schlechten Zustand war. Geradezu begeistert war er von der gesunden Substanz und hat dann auch die neuen Türbleche verzinnt und nicht wie vorher abgesprochen geklebt, so wie es heute aus Kostengründen teilweise üblich ist. Ja, aber wenn ich schon das Dach raustrenne, kann ich ja auch gleich eine komplette Lackierung machen, das heisst eine andere Farbe innen und aussen. Das Silbermetallic hat mir nie so recht gefallen, weil der Kontrast zum Chrom fehlte. Apropos Chrom: Dann suchte und fand ich auch den für den Radlauf. Also Farbe auch neu, innen und aussen, ein beige metallic hat es mir angetan, das passt sowohl zum roten Interieur wie auch zum &#8211; jetzt neu &#8211; braunen Dachhimmel. Dunlop-Alufelgen habe ich auch noch gefunden, alt zwar, aber mit Geduld und neuer Farbe kann man vieles machen. Elektrische Fensterheber, so was gehört zum TX, also suchen, finden, kaufen. Einzig eine Zentraltürverriegelung hat er noch nicht. Kosten immer noch unter Kontrolle? Na ja, in den wenigsten Fällen lohnt sich die Restauration eines Youngtimers finanziell, aber ich wollte ja schon seit meiner Kindheit einen nigelnagelneuen TX, und jetzt hab ich einen. Seit Frühjahr 2004 fahren wir wieder, und neben dem Fahrkomfort erstaunt mich immer wieder der auch für heutige Verhältnisse immer noch niedrige Durchschnittsverbrauch von 7,8 l auf 100 km, obwohl er nicht explizit im Sparmodus gefahren wird. Gerade in der aktuellen Zeit ist dies nicht zu vernachlässigen, zeigt der R16 damit doch, dass er in der Energieeffizienz fast 50% besser dasteht als ein Käfer aus derselben Zeit .</p>
<p><em>Roland Bächli, Mai 2007 </em></p>
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		<title>Dietrich Wenner</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2007 11:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[R16]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Deitrich Wenner zu seinem R16 kam
Zu meinem ersten R16 kam ich eigentlich per Zufall. Ein Faible für alte Autos war bei mir immer schon vorhanden, auch zeugte meine Fahrzeugwahl in früheren Jahren bereits von einer gewissen Individualität (Fiat 500, Fiat 600, Käfer Cabrio, Mercedes Strich Acht, B-Kadett, Daf 66). Eine Affinität zur Marke Renault [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wie Deitrich Wenner zu seinem R16 kam</em></p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/wenner1.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="225" height="338" align="left" />Zu meinem ersten R16 kam ich eigentlich per Zufall. Ein Faible für alte Autos war bei mir immer schon vorhanden, auch zeugte meine Fahrzeugwahl in früheren Jahren bereits von einer gewissen Individualität (Fiat 500, Fiat 600, Käfer Cabrio, Mercedes Strich Acht, B-Kadett, Daf 66). Eine Affinität zur Marke Renault im Allgemeinen und zum R16 im Speziellen, das muss ich zugeben, bestand bei mir bis dato aber nicht.</p>
<p>Im Juli 2001 wurde der Entschluss zum Kauf eines Oldtimers gefasst. Der Wagen sollte bezahlbar sein, möglichst eine H-Zulassung haben und vor allem voll alltagstauglich sein.<br />
Beim Durchblättern der entsprechenden Anzeigen stieß ich plötzlich auf eine Annonce, in der ein R16 TX, Baujahr 1976, zu verkaufen war. Praktischerweise lag der Standort des Fahrzeuges direkt in Paderborn, sonst hätte ich den R16 womöglich gar nicht in meine Kaufentscheidung einbezogen. So beschloss ich, mir den Wagen näher anzuschauen.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/wenner4.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="225" height="150" align="right" />Der Verkäufer dieses Wagens war übrigens Daniel Montoya, nicht nur im Club bekannt für seine Versiertheit bei der Restauration von Oldtimern meist französischer Provenienz. Obwohl ich noch nie Kontakt zu einem R16 hatte, begeisterte mich das Konzept des Fahrzeugs sofort. Das außergewöhnliche Design, der Fahrkomfort, die leichtgängige Lenkradschaltung und die hohe Alltagstauglichkeit gepaart mit der einmaligen Variabilität — der R16 wäre der passende Oldtimer! Leider passte der geforderte Kaufpreis nicht in mein damaliges Budget, so dass ich schweren Herzens von einem Kauf absah. Dennoch hatte dieser Besuch äußerst positive Seiten: Zum einen hatte mich nun ein Meilenstein der Automobilgeschichte in seinen Bann gezogen, zum anderen war das erste Treffen mit Daniel Montoya der Beginn einer wunderbaren Freundschaft! Wir haben bis heute eine gemeinsame Halle, tauschen uns regelmäßig aus, besuchen Treffen und Messen und helfen auch Clubkollegen bei der Erwerbung bzw. dem Erhalt ihrer Fahrzeuge.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/wenner3.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="225" height="149" align="left" />Aber wie gesagt sprengte der Preis für diesen R16 mein Budget, und so kam ich erst ein bisschen später zu meinem ersten R16. Auch dieser stand ganz in der Nähe: Ein schilfgrüner 74er TS mit einer gehobenen Ausstattung auf TX-Niveau (Leder, Fensterheber u. a.). Als Goodie gab es noch einen 7,5 Tonner voll mit Ersatzteilen (nun, den LKW gab es natürlich nicht dazu!). Für 5000 Mark ein faires Angebot, das ich auch annahm. Es zeigte sich jedoch, dass dieser Wagen doch noch eine ganze Menge Arbeit benötigte, die ich zum damaligen Zeitpunkt einfach nicht bewältigen konnte. Daher verkaufte ich den R16 wieder am 14.10.2001 auf der Veterama, inklusive der Lastwagenladung Ersatzteile. Dieser Verkauf war den Zeitschriften Oldtimer Markt und Motor Klassik (s.o.) sogar eine Erwähnung wert. Die Teile hatte übrigens mein Freund Matthias (er fährt privat einen etwas getunten Fiat 600 mit ca. 60 PS) nach Süddeutschland überführt. Ich wollte die Miene des Käufers bei der Anlieferung einfach nicht sehen — was nicht heißt, dass ich ihn übers Ohr gehauen hätte. Aber ein mobiles Ersatzteillager mit allen möglichen Dingen bekommt man eben nicht täglich vor die Tür gestellt. Ich habe den Käufer übrigens ein paar Jahre später wieder getroffen. Er war nicht nachtragend.<br />
Wie man als infizierter R16-Fahrer leicht nachvollziehen kann, stellen Mercedes, Kadett und Daf nicht wirklich einen adäquaten Ersatz für einen R16 dar. Die Sehnsucht nach der französischen Sänfte trieb mich alsbald wieder um.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/wenner5.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="225" height="112" align="right" />Daniel machte mich Ende Juli 2002 auf einen österreichischen R16 TS aufmerksam. Aufgrund der großen Entfernung blieben zunächst nur die Kontaktaufnahme und Beschreibungen am Telefon. Der Verkäufer schien bei unseren zahlreichen Telefonaten inzwischen recht genervt, und nachdem wir uns endlich auf einen Preis geeinigt hatten, schob er noch nach: „Ich erstatte Ihnen sämtliche Fahrtkosten, wenn Sie auch nur eine Roststelle finden!“ Da waren die Erwartungen natürlich hoch.<br />
Glücklicherweise begleitete mich Daniel auf die lange Reise. Unsere Freundin Kolli brachte uns zum Bahnhof. Nach langer Fahrt Umsteigen in Salzburg und weiter nach Maria Pfarr. Nachdem wir dachten, weiter geht es nicht in die Pampa, wurden wir am Bahnhof abgeholt und tatsächlich noch eine dreiviertel Stunde quer durch die Botanik kutschiert. Das musste sich doch lohnen!</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/wenner6.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="225" height="168" align="left" />Schien es auf den ersten Blick aber nicht: Die großflächigen Klarlackschäden auf dem Dach und der Motorhaube sorgten bei mir für nachhaltige Ernüchterung. Nur Daniel erfasste den Wert dieses ansonsten makellosen frühen Exemplars sofort und zischte mir altem Nörgler zu: „Wenn Du jetzt nicht kaufst, tu ich es!“</p>
<p>Die Eckdaten dieses außergewöhnlichen TS: 75.000 Kilometer, ein Vorbesitzer (!), kein Rost, innen wie neu, unrestaurierter Zustand, mit original Schlüsselanhänger, Brief und Aufkleber vom Wiener Autohaus; Auslieferung an Herrn Wilhelm Sboczek am 4. Juli 1968. Also schnell kaufen und rote Nummer dran!</p>
<p>Die Rückfahrt blieb trotz des hervorragenden Zustandes nicht ohne Zwischenfall: Nachts blieb der R16 auf der Autobahn bei München das erste Mal stehen. Daniels Diagnose: Zugesetzter Kraftstofffilter. Die Ursache war der alte Korkschwimmer im Tank, der sich mit den Jahren auflöste und seine krümeligen Bestandteile kontinuierlich an den Kraftstoff abgab. So haben wir erst mal einer Zehnersatz Filter an der Tankstelle besorgt und fuhren unter achtmaligem (!) Tausch des Filters wacker weiter, zunächst jedoch nach Hannover, wo Daniel noch schnell eine ID/DS 19 erwerben sollte. Die Heimfahrt im Konvoi nach Paderborn hätte dann beinahe ein schlimmes Ende genommen: Auf einer Landstraße zwischen Hannover und Paderborn blieb der R16 wieder liegen. Diesmal nicht wegen des Filters, sondern einfach weil der Tank leer war — bis auf die Schwimmerkrümel wahrscheinlich. Aber eine nicht einsehbare Kurve war der denkbar schlechteste Ort für eine Panne. Glücklicherweise ging alles gut und nach einem Schluck Benzin konnten wir unsere Fahrt fortsetzen.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/wenner7.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="225" height="300" align="right" />Da sich das Fahrzeug bis auf die Lackmängel in einem exzellentem Zustand befand, rüstete ich nur Innenkotflügel von Lokari und eine Anhängerkupplung nach und ließ Motorhaube und Dach neu lackieren. Das war‘s aber auch schon.<br />
Der braunmetallicfarbene 68er TS bereitete nicht nur mir lange Freude, auch andere Clubmitglieder (z. B. Jens&#8230;) träumten des öfteren von diesem Wagen. Die Farbe steht dem R16 eben ausgesprochen gut! Und er war nicht nur auf vielen Clubausfahrten dabei, wie in Bad Berleburg und im Elsass, sondern stand sogar zusammen mit Jürgens Urtyp auf der Techno Classica und war Gegenstand des Motor Klassik-Fahrberichts. Redakteur Alf Cremers zeigte sich besonders von dem makellosen Interieur begeistert.</p>
<p>Aber wie es so ist im Leben, irgendwann sucht man wieder eine neue Herausforderung. Und da der erzielbare Preis für einen frühen TS mittlerweile rapide gestiegen war, entschloss ich mich, den Wagen für einen guten Preis zu verkaufen. Auf einer „Einkaufsreise“ mit Daniel durch Holland entdeckte ich dann bei Alfred van der Gaast in einer verstaubten Ecke einen US-Renault 16 TL in sandbeige. Während der Wagen technisch fit war, zeigte sich sein Äußeres doch sehr mitgenommen. Aber ich konnte den „sealed-beam“-Scheinwerfern, der Klimaanlage, der Automatik, dem Schiebedach und der abgefahrenen Farbe einfach nicht widerstehen, und so tauschte ich meinen TS, den Alfred als Ausstellungsstück behalten will, gegen den US-TL mit einem guten Wertausgleich. Die Reaktionen meiner lieben Mitmenschen und Clubkollegen waren &#8211; nennen wir es uneinheitlich. Aber „Dietrichs Ami-Möhre“ soll erst mal so bleiben, wie sie ist. Momentan schwanke ich, ob ich das Äußere für die Zukunft konservieren oder doch lieber in eine Neulackierung investieren soll.<br />
Aber der Rat-Look hat auch sein speziellen Reize, und solange der Wagen zuverlässig fährt, kann ich <img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/wenner8.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="225" height="169" align="left" />auch über alle Kommentare hinwegsehen. In den USA ist dieser Look im Übrigen total angesagt. Nun ja, vielleicht nicht bei einem Franzosen.<br />
<em>Dietrich Wenner , März 2007 </em></p>
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		<title>Achim Baumdicker</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Dec 2006 13:38:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie ich zu meinem R16 kam...]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[R16]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Renault-Geschichte
 &#8230;und wie ich letztendlich zum R 16 kam


Im Jahre 1976 hatte ich den Wunsch, ein Honda Goldwing-Gespann zu erwerben. Dazu musste ich wegen Geldmangel meinen neuwertigen Fiat 128 verkaufen. Damit wir aber ein Auto hatten, kauften wir dann einen orangefarbenen R12 mit weißer Haube für 500 DM. Der tat uns dann noch einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Meine Renault-Geschichte</em></p>
<p><em> &#8230;und wie ich letztendlich zum R 16 kam<br />
</em></p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/Grafik1.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="199" align="left" /></p>
<p>Im Jahre 1976 hatte ich den Wunsch, ein Honda Goldwing-Gespann zu erwerben. Dazu musste ich wegen Geldmangel meinen neuwertigen Fiat 128 verkaufen. Damit wir aber ein Auto hatten, kauften wir dann einen orangefarbenen R12 mit weißer Haube für 500 DM. Der tat uns dann noch einige Jahre gute Dienste.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/trafic.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="246" align="right" />Während meiner Selbständigkeit als Motorradhändler sah ich dann auf einer Fahrt durch Frankreich den ersten Traffic. Der gefiel mir sofort durch seine niedrige Laderaumhöhe als Motorradtransporter. Da wir zu dieser Zeit schon einen R4 Kasten hatten und mit diesem zufrieden waren, kauften wir dann im nächsten Frühling einen roten Traffic in lang und hoch.</p>
<p>Im darauffolgenden Winter fuhr uns ein Auto rein und schon hatten wir den zweiten Neuen. Im Jahre 1985 kam dann, dadurch dass meine Frau unseren Kadett bei der Trennung mitnahm, ein neuer Renault 5 dazu, mit 70 PS in Rot.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/r16_verdeckt.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="156" align="left" />1992 hatte ich dann erstmals den Wunsch, einen R 16 zu besitzen. Damals stand einer abgemeldet in Bad Kreuznach beim Renault-Händler. Das war ein R 16 TX in Gelb. Als ich dann herrichten lassen wollte, stellte sich heraus, dass er zu stark an tragenden Teilen und auch im Radkasten durchgerostet war. Ich hatte ihn dann noch eine Weile vor meinem Laden in Altrich stehen und ließ ihn dann dort, als ich nach Bad Kreuznach ging, zurück.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/r16.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="148" align="right" />Später, 1996, zeigte mir dann Waltraud ganz stolz ihren neuen Twingo. 1999 bekam ich dann einen nagelneuen Kangoo, den ich auch als Fahrradtransporter nutzte, da ich zu dieser Zeit als freier Handelsvertreter Räder an Händler verkaufte. Waltraud beschloss Ende 1999 zu mir nach Bad Kreuznach zu ziehen, und in der Nacht des Umzuges fuhr ein Betrunkener von hinten auf meinen geparkten Kangoo, der nun Schrott war. Da ich geschäftlich sofort wieder ein Fahrzeug brauchte, bekam ich den Vorführ-Kangoo vom Renault-Händler in Zweibrücken.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/alter_lieferwagen2.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="201" align="left" />Ende 2004 beschloss ich, mir einen guten R 16 zu kaufen und fand meinen R 16 TL bei mobile.de. Das Auto stand in Saarbrücken bei einem Auto-Restaurierungs-betrieb. Ich fuhr sofort hin, er gefiel mir und wir nahmen ihn sofort mit. Er hatte gerade mal 65.000 Kilometer runter, war aus erster Hand, Nichtraucher-Wagen, sehr gepflegt und noch, bis auf ein paar kleine Roststellen, gut in Lack und Chrom.<br />
Im Sommer fahren wir von uns aus oft zum Bodensee. Dort kann man direkt am See im Wohnmobil übernachten. Wie schade, dass wir keines haben, dachte ich.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/alter_lieferwagen.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="329" align="right" /></p>
<p>Im Winter waren wir dann im Allgäu, und ich las die Annonce von einer Estafette mit Campingausbau. Ich rief Herrn Fischer sofort an. Daheim, nachdem er mir Bilder gemailt hatte, fuhr ich dann hin. Er gefiel mir sofort, insbesondere, da er keinen Rost hatte, weil er fast 25 Jahre abgemeldet trocken in einer Garage stand.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/r4.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="156" align="left" />Wir schleppten ihn mit dem Anhänger heim, und mittlerweile habe ich schon viele schöne Fahrten mit der Estafette gemacht, natürlich auch zum Bodensee mit Übernachtung. Später telefonierte ich einmal mit dem Mann, der mir den R 16 verkauft hatte, und er erzählte mir, dass mein R 16 und die Estafette eine Zeit lang zusammen bei ihm in der Halle standen.</p>
<p>Das war’s fürs Erste aus meiner Renault-Geschichte!</p>
<p>Euer Club-Kamerad Achim</p>
<p><em>Achim Baumdicker , Dezember 2006 </em></p>
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		<title>Hans-Georg Latzel</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Dec 2006 11:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie ich zu meinem R16 kam...]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Mitglieder]]></category>
		<category><![CDATA[R16]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Hans-Georg Latzel zu seinem R16 kam
Eigentlich kam nicht ich zum R 16, sondern er kam zu mir. Und zwar ohne dass ich etwas dafür oder dagegen tun konnte, denn Schuld daran war mein Vater.
Selbiger war eingefleischter Renault-Fahrer (und das als pflichtbewusster OPEL(!) &#8211; Mitarbeiter). Begonnen hatte er mit einem 4CV, es folgten Dauphine-Gordini und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wie Hans-Georg Latzel zu seinem R16 kam</em></p>
<p>Eigentlich kam nicht ich zum R 16, sondern er kam zu mir. Und zwar ohne dass ich etwas dafür oder dagegen tun konnte, denn Schuld daran war mein Vater.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/R16-1.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="171" align="left" />Selbiger war eingefleischter Renault-Fahrer (und das als pflichtbewusster OPEL(!) &#8211; Mitarbeiter). Begonnen hatte er mit einem 4CV, es folgten Dauphine-Gordini und anschließend insgesamt vier Mal der R 16. Zwar sollte es auch mal ein schnittiger Opel GT oder ein fescher R 17 sein, aber parallel zu diesen Gedanken wuchs der Bauch meiner Mutter und man blieb folglich doch lieber beim R 16. Form und Funktion waren für eine Familie hier einfach besser zusammengefasst.</p>
<p>Schon kurz nach meiner Geburt fand ich mich also auf dem Rücksitz in einem umfunktionierten Wäschekorb wieder und machte so die erste Bekanntschaft mit dieser Art des Reisens. Da der eine Teil meiner Großeltern damals noch in Portugal lebte, war dieses Auto natürlich der ideale Langstreckenwagen und wenn mal gerade kein Hotel den Weg säumte, wurde zu dritt drin geschlafen&#8230;<br />
Mit zunehmendem Alter folgten erst ein Kindersitz (ein unglaubliches Gestell im Vergleich zu heutigen Kindersitzen) und schließlich die Rückbank selber.</p>
<p>Und dann kam der 8. März 1977.</p>
<p>Mein Vater säuselte mit dem nagelneuen R 16 TL die Hofeinfahrt hoch, und das ganze Haus bewunderte die Neuanschaffung. Schreiendes Rouge 705 und ein sich extrem langsam unter infernalischem Lärm öffnendes elektrisches Schiebedach &#8211; das war hipper als jede Prilblume&#8230;</p>
<p>Und in dieses Fahrzeug wuchs ich weiter hinein. Irgendwann durfte ich ja auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und regelmäßig das gesamte Panorama der Landschaft vor mir genießen, denn Sonntagstouren in die nähere Umgebung waren damals ja noch in.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/R16-2.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="357" align="right" />Als ich dann den Führerschein endlich in Händen hielt, war unsere Familienkutsche natürlich mein erstes Auto, mit dem selbstredend zur Schule gefahren werden musste. Da der R 16 damals, Ende der 80er / Anfang der 90er, bereits nur noch sporadisch als lebendes Fossil die Straßen säumte, war ich gegen die Golf-1 &#8211; Generation meiner Mitschüler ein echter Exot. Mal eben nach dem Sport vier Mädels nach Hause bringen &#8211; das war lustig, bis von der Rückbank die Frage gestellt wurde, ob das Auto ein Lada sei&#8230; Tja &#8211; da waren es nur noch drei&#8230;<br />
Die andere Seite des R 16 ist ja bekanntlich der Rost, welcher bereits wenige Jahre nach dem Erwerb mächtig zuschlug. Und das, obwohl auf dem Heck ein in psychedelischen Farben gehaltener Aufkleber etwas von serienmäßiger Hohlraumkonservierung und Unterbodenschutz faselte&#8230;</p>
<p>Nicht mal sechs Jahre nach dem Kauf war auf der Beifahrerseite hinten die Schwinge am Innenschweller komplett durch und machte mit ins Mark gehenden Knirschgeräuschen beim Einfedern auf sich aufmerksam. Und von da an war mein Vater und sein TL regelmäßiger Kunde der örtlichen Renault-Werkstatt, welche sich in den folgenden Jahren mehrfach ums Auto schweißte. Dass dabei die Sache eher verschlechtert als verbessert wurde, fiel erst viel, viel später auf&#8230; Aber es ging ja momentan nur um den TÜV und nicht um die Ewigkeit. Schließlich sind für Werkstätten und erst recht für die dazugehörigen Vertragshändler Neuwagen viiiiel schöner und wollen auch verkauft werden. Aber mein Vater bzw. die Familienfinanzen blieben stur, und so rollte der TL treu weiter.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/R16-3.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="157" align="left" />Für mich kam 1992 die Zeit, dem 16er untreu zu werden. Meine Liebe gehörte von nun an meinem eigenen, meinem ersten Renault: einem Fuego GTS in Sepiametallic&#8230;<br />
Auch mein Vater sah ein, dass der TL als Alltagswagen zwar extrem zuverlässig, aber eben auch in die Jahre gekommen war. Und so kam 1994 ein weiterer Renault in den Kreis unserer Fahrzeuge: ein roter R 21 GTS mit Schrägheck, also so etwas wie die moderne Form des 16er.<br />
Der TL bekam in diesem Zuge eine Motorrevision, wurde abgemeldet und wartete in unserer Garage auf die im Familienkreis beschlossene Wiedergeburt. Was zunächst als Austausch einiger Blechteile und anderer Kleinigkeiten gedacht war, entpuppte sich beim ersten, zaghaften Zerlegen doch als Großbaustelle.</p>
<p>Eine erste Bestandsaufnahme sorgte für komplette Ernüchterung: Kotflügel durch, Motorhaube durch, fast sämtliche Türen unten durch, Schweller durch, Schwingen samt Lager auf beiden Seiten durch, Bodenbleche großflächig durch, Schließbleche hinten durch, Frontmaske an den Übergängen zum Kotflügel durch etc&#8230;<br />
Aber: das komplette Heck samt Tank war rostfrei!!! Na, das war doch was!</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/R16-4.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="163" align="right" />Es wurden etliche Köpfe zerbrochen, bis feststand: Das kann &#8211; mit vereinten Kräften &#8211; gehen. Leider war mein Vater zu diesem Zeitpunkt bereits schwer Krank und verstarb rund ein Jahr später. Neben dem persönlichen Rückschlag kam noch der &#8220;technische&#8221;. Auf meinen Vater als Ratgeber, Helfer und versierten Schrauber zu verzichten war für mich als absoluter Laie in technischen Dingen extrem schwer.<br />
Was nun? Die Frage stand im Raum. Einen Versuch, den Wagen zu veräußern, gab ich aufgrund des mangelnden Käuferinteresses und des jämmerlichen Zustandes des Wagens (halb ausgeweidet und offensichtlich rostübersät) rasch auf. Zumal ich ja auch an dem alten Bock hing&#8230;</p>
<p>Ein Jahr später, 1996, trat ich dem per Zufall entdeckten Club bei und begann, die Restauration konkret in die Wege zu leiten. Eine gut eingerichtete Garage hatte ich ja, zusätzlich wurden weitere Werkzeuge, ein Schweißgerät und Literatur angeschafft, um mein Werk zu beginnen.</p>
<p>Ich zerlegte den Wagen komplett, beließ allerdings Motor und Getriebe an ihrem Platz. Sämtliche Teile wurden in Tüten verpackt, beschriftet und im Keller meiner Mutter zwischengelagert. Weitere Teile fanden auch in meinem alten Kinderzimmer Asyl, denn wozu bitteschön gibt es Platz unter der Couch oder auf dem Schrank???<br />
Als auch die Frontmaske und die Seitenschweller abgetrennt waren, nahm ich noch die hinteren Kotflügel ab. Ist einfach bequemer, wenn es an die Schwingen geht&#8230;</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/R16-5.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="163" align="left" />Nach dem Ausbau der Vorderachsen sanierte ich zunächst den gesamten vorderen Bereich der Karosserie. Ich öffnete dazu sämtliche Hohlräume und erkundete ihr Innenleben. Renault hatte nicht gelogen: in jedem Hohlraum fand ich eine kleine schwarze Sprühwolke Konservierungsmittel und zusätzlich einen Hauch Wachs. Allerdings nur im oberen Drittel, wo sich laut Newton und der Gravitation kein Wasser befindet. Das sammelte sich bevorzugt in den unteren Falzen und am Boden der Hohlräume und&#8230; na, der Rest dürfte fast jedem von Euch bekannt sein. Selbst die Verstärkungsbleche in den vorderen Längsträgern (da, wo die unteren Teile der Achsschenkel dranhängen) waren weg, also schweißte ich dort kurzerhand Eisenrohre zur Verstärkung hinein.</p>
<p>Oftmals waren am Wagenboden lieblos hingebratene Blechbriefmarken, unter denen der rostige Gammel erst so richtig zuschlagen konnte. Bis zu drei Blechschichten waren stellenweise übereinander getackert worden.</p>
<p>Zudem hatten die anscheinend rotweinbeseelten Mannen von Renault die grandiose Idee, Bauschaum in die A- und B-Säulen zu jagen. Ob gegen auftretende Windgeräusche oder um die dort vorhandene Feuchtigkeit zu vertreiben &#8211; ich weiß es nicht. Jedenfalls erleichterte mir diese Idee den Ausbau der Kotflügel gewaltig. Denn durch die Blasen im Schaum hielt sich die Feuchte entgegen der wohlgemeinten Absicht über Jahre am kaum versiegelten Blech und ich konnte die Kotflügel mitsamt den vorderen Bereichen der A-Säulen demontieren &#8211; ohne auch nur eine Schraube zu lösen!</p>
<p>Da ich möglichst sauber und ordentlich arbeiten wollte, ging ich nur an den TL, wenn ich ausreichend Lust und Zeit hatte. Das führte dazu, dass das Sanieren der Karosserie von der Frontmaske bis zu den B-Säulen fast fünf Jahre dauerte. Schließlich gibt es nebenher ja auch noch ein Leben, Freunde, Jobs, Kino, Kneipen und Frauen&#8230;</p>
<p>Zudem war ich ja absoluter Laie. Blecharbeiten und das Schweißen musste ich mir selbst beibringen, und da lässt man sich doch lieber etwas mehr Zeit und fertigt erst einmal etliche Pappschablonen an.<br />
Somit fand ich allmählich auch den Weg zu den hinteren Schwingen. Hier war die Arbeit besonders kniffelig. Denn durch die über die Jahre hinweg durchgeführten Behelfsreparaturen mit ihren angepunkteten Blechstücken war es kaum noch möglich, dort etwas vom ursprünglichen Blechbestand zu finden. Selbst die großen Lager der Hinterachse, welche bereits vom Rost nahezu zerfressen waren, hatte wer auch immer gleich vorsorglich am Innenschweller festgeschweißt&#8230;<br />
Somit half nur rohe Gewalt, eine mutige Flex und ein beherzter Schnitt. Ich trennte den Innenschweller mitsamt Lager auf 50 cm Länge komplett heraus und baute alles Stück für Stück dank Ersatzteilen vom Club und selbst gefertigter Blechstücke wieder auf. Gleichzeitig wurde der Hohlraum unter der Rücksitzbank saniert. Glücklicherweise hatte ich auch hier Ersatzbleche, welche allerdings miserabel passten.<br />
Wie es weitergeht? Nun, bis zum nächsten Frühjahr will ich endgültig mit dem Schweißen fertig sein, denn dann soll der Lackierer seine Arbeit verrichten. Anschließend wird mein TL wieder zusammengebaut (vielleicht sollte ich dieses Event als &#8220;Schrauben bei &#8216;ner Kiste Bier&#8221;- Symposium an mehreren Wochenenden veranstalten, in der Hoffnung, auf Eure erfahrene Mithilfe zu vertrauen&#8230;?).</p>
<p>Damit dürfte das Frühjahr 2008 als Zulassungszeitraum in greifbare Nähe rücken&#8230;</p>
<p>Ich kam also zweimal zum R 16. Einmal durch meinen Vater und das zweite Mal durch meiner Hände Arbeit.<br />
So hat jeder seinen 16er. Der eine hat den ältesten, der andere den jüngsten, wiederum jemand besitzt den schönsten oder den seltensten und noch einer besitzt den mit der ultimativen Vollausstattung oder der geringsten Kilometer-Laufleistung auf dem Tacho. Meiner war wahrscheinlich der schlechteste, und wäre er nicht als knackiger Newcomer in unsere Familie gestoßen, der Hitze, Kälte, Staub und Salz klaglos ertragen hat, obwohl er anscheinend endlose Qualen litt, so wäre die rationale Antwort auf die Frage einer Restaurierung seinerzeit wohl &#8220;Schrottpresse&#8221; gewesen. Irrational und unwirtschaftlich. Ein biederer TL aus Sandouville auf schmalen Rädern, dessen einziger Reichtum in einem elektrischen Schiebdach bestand.<br />
Aber das Gefühl, mit eben diesem Wagen mal wieder kurvige Landstraßen zu bereichern und dabei zu wissen, dass man so ein Projekt geschafft hat, macht alle Fragen nach der Wirtschaftlichkeit und Rationalität hinfällig. Aber das wisst Ihr wahrscheinlich besser als ich&#8230;</p>
<p>Viele Grüße aus der Garage am Rande der Stadt!</p>
<p><em>Hans-Georg Latzel, Dezember 2006 </em></p>
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		<title>Jens Engelmann</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2006 13:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie ich zu  meinem R16 kam. 
Eines werdet Ihr im folgenden vielleicht verstehen: Nämlich warum ich die ganze Zeit so heiß auf Dietrichs braunen 68er TS bin (war, schnüff, jetzt ist er ja nicht mehr bei Dietrich&#8230;).





Auf dem Thron vor der Sänfte. 




Durch so einen kam ich nämlich zum
R 16. Wann das zum ersten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie ich zu </strong><strong> meinem R16 kam. </strong><br />
Eines werdet Ihr im folgenden vielleicht verstehen: Nämlich warum ich die ganze Zeit so heiß auf Dietrichs braunen 68er TS bin (war, schnüff, jetzt ist er ja nicht mehr bei Dietrich&#8230;).</p>
<table border="0" cellspacing="15" cellpadding="5" width="200" align="right">
<tbody>
<tr>
<td>
<div><img src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/renault_16_club_007.jpg" alt="" width="200" height="186" /><br />
<span class="s">Auf dem Thron vor der Sänfte. </span></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Durch so einen kam ich nämlich zum<br />
R 16. Wann das zum ersten Mal war, weiß ich nicht mehr genau. Es muss so um 1969 gewesen sein. Wie ich dieses erste Mal aber zum R 16 kam? Na gut, damals kam der R 16 vielleicht eher zu mir, oder ich wurde zu ihm getragen. Nein, nicht zu Dietrichs. Aber zu dem meines Vaters. So fing das nämlich alles an, mit mir und dem R 16.</p>
<p>Zuerst gab es natürlich zu Hause den damals fast obligatorischen Käfer, mit dem ich wie viele andere nach der Geburt aus der Klinik nach Hause gebracht wurde. Schon bald aber hatten meine Eltern genügend Weitsicht, auf moderne französische Automobiltechnik umzusteigen. Mein Papa kaufte den R 16 so, wie es sich für dieses Auto gehört: kataloggetreu erst in braun-metallic, den Nachfolger später in dunkelgrün. Beides TS jedenfalls, war ja Ehrensache (schön und sauschnell).</p>
<table border="0" cellspacing="15" cellpadding="5" width="200" align="right">
<tbody>
<tr>
<td class="s">
<div><img src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/renault_16_club_008.jpg" alt="" width="200" height="192" /><br />
Klare Sache: TS, braun, Armaturenbrett in Lederimitat,            Fahrer beim Instrumenten-Check.</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>So konnte dann auch ich mich recht fortschrittlich durch die Gegend bewegen lassen. Und empfand es damals schon als enormen Komfort, dass man im Schatten eines R 16 so manche Geschäfte sicher erledigen konnte. Die Sitzqualität des Autos wurde dabei von meinem Töpfchen sicher nicht ganz erreicht. Man war ja doch verwöhnt durch den Wagen. Daher weise ich auf dem Bild auch auf die besonderen Vorzüge des Fahrzeugs hin, vermutlich weil ich lieber drin gesessen hätte. Aber gut, eine eingebaute Toilette kann man ja selbst vom R 16 nicht verlangen.</p>
<p>Natürlich war es damals das Wichtigste für mich, so oft wie möglich hinter dem Steuer Platz zu nehmen. Selber fahren war eher schwierig, weil der Abstand der Pedale zu meinen Schuhsohlen werksseitig ergonomisch nicht perfekt eingestellt war. Ich hatte daher gar nicht weiter darauf bestanden. Dafür zeigt sich auf dem Foto eindeutig, dass die Lenkradschaltung kinderleicht zu bedienen war (und noch ist). Man fragt sich, warum man überhaupt jemals nach anderen Lösungen gesucht hat.</p>
<table border="0" cellspacing="15" cellpadding="5" width="200" align="right">
<tbody>
<tr>
<td>
<div><img src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/renault_16_club_005.jpg" alt="" width="200" height="198" /><br />
<span class="s">Schon damals technik-interessiert:<br />
Klein-Jens testet die Lenkradschaltung.<br />
</span></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Nun, ich war von diesem Auto also anscheinend so überzeugt, dass ich auch zu dessen Pflege eingespannt wurde (die Dose auf dem Boden vor der hinteren Tür ist Lackpolitur und keins meiner Fläschchen). Wie man weiter erkennen kann, fühlte ich mich dem optimalen Zustand des Fahrerplatzes immer besonders verpflichtet.</p>
<p>Später — im zweiten TS — konnte ich dann das Gefühl des souveränen Fahrens mit meinem neu hinzugekommenen kleinen Brüderchen teilen. Auf den Hintersitzen natürlich. Anscheinend wusste er den Wagen aber nicht so zu schätzen wie ich. Anders kann ich mir nicht erklären, warum er während einer langen Fahrt, auf der Rückbank stehend, langsam und unbemerkt ein Loch in den Sitzbezug knabberte. Aber er war halt auch noch recht klein zu der Zeit. Na ja, vielleicht hatte er den Wagen auch nur zum Fressen gern.</p>
<table border="0" cellspacing="15" cellpadding="5" width="200" align="right">
<tbody>
<tr>
<td><img src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/renault_16_club_006.jpg" alt="" width="200" height="123" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Irgendwann hatte mein Vater den R 16 dann nicht mehr gern, denn erstens rostete er wohl kräftig, und zweitens gab es ja neue Modelle, so den R 12, danach dann ein paar R 30. Der R 12 war auch optisch der (schlimme) Übergang in die 70er Jahre, denn er wurde in quietschgrellem Sicherheitsorange angeschafft. Einige werden sich noch an Jürgen Elsners Essay zum Thema „Schönes Auto“ erinnern. Nun, SCHÖN war weder der R 12 noch diese Farbe. Von allen Nachfolgern des R 16 war der R 30 daher eigentlich der einzige richtige, finde ich. Irgendwann verschmerzte man dann den R 16, so ein R 30 war ja auch viel schneller und luxuriöser und… so entschwand der R 16 schließlich meinen Augen.</p>
<p>Wohl aber nicht meinem Sinn. Im Studium gab es plötzlich irgendwann dieses seltsame Gefühl, dass man sich da noch um etwas kümmern müsse. Vielleicht kennt Ihr das, so ein Gefühl, dass irgendeine Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Dringend einer Aufarbeitung bedarf.</p>
<table border="0" cellspacing="15" cellpadding="5" width="200" align="right">
<tbody>
<tr>
<td>
<div><img src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/renault_16_club_004.jpg" alt="" width="200" height="143" /><br />
<span class="s">Meine erste Begegnung mit meinem Auto             (im Hintergrund der Verkäufer).</span></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Meistens, bei mir jedenfalls, nähert man sich dem Objekt der Begierde dann zunächst über unverfängliche Informationsbeschaffung. Ganz so einfach wie heute war das nicht, ohne Internet und Computer. Nachdem man aber trotzdem über die MARKT und was weiß ich herausgefunden hatte, dass es eine R 16-IG gab (Regin Reuschel, Ihr wisst schon…?), folgt die Phase der Offenbarung (der eigenen), sprich, man schreibt einen und noch einen Brief und freut sich über die freundliche Antwort und die Informationen. Nun weiß man, was es alles noch gibt, was möglich ist! Man hat die Spur aufgenommen, man sieht dieses Fahrzeug endlich wieder mal in echt, man weiß, dass man ganz hart dran ist, ja, da war es, das Gefühl…!</p>
<table border="0" cellspacing="15" cellpadding="5" width="200" align="right">
<tbody>
<tr>
<td>
<div><img src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/renault_16_club_003.jpg" alt="" width="200" height="165" /><br />
<span class="s">Sportliche Erfolge: Am einfachsten mit einem Urtyp!</span></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Und dann folgte die Phase der Ernüchterung. Geld, Zeit, Platz, oh je, Alltagstauglichkeit nur mit Eigeninvestitionen an Liebe und etlichen Nachmittagen. Mann, was wäre das für eine coole Studentenkarre gewesen. Aber für diese „Entbehrungen“ war das Gefühl wohl doch noch nicht stark genug. Also verschwanden die Infos und die Kaufberatung und die Fotos irgendwo in einer Schachtel, und die</p>
<p>Zeit ging weiter ins Land. Bis, ja bis der Beruf eines Tages ein kleines Loch lässt und das mit dem Geld nicht mehr sooo problematisch ist wie vormals. Und dann kommt an einem Samstagnachmittag wieder dieses Gefühl (erinnert mich langsam an den Herrn der Ringe, das Ganze…), aber jetzt mit richtig Power.</p>
<table border="0" cellspacing="15" cellpadding="5" width="200" align="right">
<tbody>
<tr>
<td>
<div><img src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/renault_16_club_002.jpg" alt="" width="200" height="150" /><span class="s"><br />
Schade, dass man die französischen            Schilder nicht dranlassen konnte.</span></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Und dann ging eigentlich alles ganz schnell. Im Sommer 1999 dem Club beigetreten, alle am Telefon wild gemacht, insbesondere Klaus Pölzl. Verschiedene Verkäufer ausfindig gemacht, sich viel zu stark auf einen braunen TS mit kleinen Rückleuchten im Topzustand fixiert (klar, was sonst?), festgestellt, dass man sich das 1999 vermutlich abschminken kann, sich Videos und Bilder von Fahrzeugen schicken lassen, die ganze Leiter rauf und runter.</p>
<p>Und dann ruft der Klaus an. Und sagt, da hätte der Jochen Hoch in Essen einen Urtyp, okay, kein TS, innen die Türverkleidungen rosa statt braun, wegen der Sonne, aus Südfrankreich halt. Aber dafür auch fast kein Rost, super Zustand, aus erster Hand, kein Unterbodenschutz mit Gammel&#8230; und dieses Urtypfeeling!</p>
<table border="0" cellspacing="15" cellpadding="5" width="200" align="right">
<tbody>
<tr>
<td><img src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/renault_16_club_001.jpg" alt="" width="200" height="150" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Um es jetzt kurz zu machen: hingefahren, reingesetzt. An die Pedale kam ich auch ran (!). Probegefahren, einmal überall reingeschaut. Und wenn der Wagen anders gewesen wäre, hätte ich ihn trotzdem genommen. Das Gefühl hatte gesiegt.</p>
<p>Den Rest kennt Ihr vollständig. Der Wagen braucht bald wirklich mal ein bisschen Lackarbeit. Vielleicht auch noch ein bisschen mehr. Und einen braunen 68er TS will ich trotzdem noch haben.</p>
<p>Aber: Nur noch zusätzlich!</p>
<p><em>Jens Engelmann, Januar 2006</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Regin Reuschel</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2005 13:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wie ich zu meinem R16 kam...]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Mitglieder]]></category>
		<category><![CDATA[R16]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ich zu  meinem R16 kam. 

Bis Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts war meine Vorstellung vom eigenen Auto: klein, pfiffig, hart gefedert, sehr wendig und kurvenfreudig. Diesen Vorstellungen entsprachen am besten meine Mini Cooper und Autobianchi A112.
Dann suchte ich eigentlich einen sparsamen, komfortablen Kleinwagen und stieß bei einem VW-Händler auf einen Renault [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie ich zu </strong><strong> meinem R16 kam. </strong><br />
<strong><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/regin-reuschel.jpg" alt="Regin Reuschel" hspace="5" vspace="5" width="100" height="111" align="left" /></strong></p>
<p><strong></strong>Bis Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts war meine Vorstellung vom eigenen Auto: klein, pfiffig, hart gefedert, sehr wendig und kurvenfreudig. Diesen Vorstellungen entsprachen am besten meine Mini Cooper und Autobianchi A112.</p>
<p>Dann suchte ich eigentlich einen sparsamen, komfortablen Kleinwagen und stieß bei einem VW-Händler auf einen Renault 6. Unter dessen weißem Lack schimmerte der Rostfraß nur so durch. Der Händler riet mir: „Nehmen Sie besser diesen da&#8230;.“ und zeigte auf einen hellblauen Renault 16 gegenüber. Liebe auf den ersten Blick war es nicht: Was sollte ich mit einer behäbigen Familienkutsche? Andererseits hatte der Wagen etwas, das ich dennoch anziehend fand. Die Probefahrt ging über gut ausgebaute Bundesstraßen und holprige Feldwege in Oberbayern.</p>
<p>Das Auto erschien mir sehr leise und komfortabel, überraschenderweise übersichtlich, und das Schaukeln auf „Omas Wohnzimmersesseln“ machte zunehmend Spaß. Auch seine Lackfarbe „Babystrampelhosen“-Hellblau 456 akzeptierte ich eher mit jugendlicher Heiterkeit statt aus geschmacklicher Überzeugung.<br />
1977 kostete dieser fünf Jahre alte R16 TL mit 45.366 km auf dem Tacho 4.600 DM – etwa die Hälfte seines einstigen Neupreises. Genauso viel hatte ich einst für einen einjährigen Austin Mini 1000 hinlegen müssen, und im Vergleich zu diesem hatte ich mindestens zweimal soviel Auto fürs Geld.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/reuschel1.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="221" height="172" align="left" />Auch kannte ich die durchweg positive Bewertung des R16 in Autotests: sein Geradeauslauf, seine Unempfindlichkeit gegenüber Seitenwind, überzeugende Sparsamkeit bei befriedigenden Fahrleistungen, sein in der damaligen Mittelklasse nur vom Peugeot 404 erreichter hoher Fahrkomfort, besonders gelungene Raumausnutzung bei kompakten Abmessungen, insbesondere aber die neuartige Variabilität des Innenraums auf Grund seiner Verwandtschaft mit dem R4, die ihn sogar ein wenig „revolutionär“ erscheinen ließ – das waren Pluspunkte, die ihn von der Masse des automobilen Angebots der 70er Jahre wohltuend abhob.<br />
Ohne Nachbesserungen ging der Start ins R16-Fahrerleben indes nicht: Als erstes flog die komplette Sitzgarnitur raus, die nach Hühnerstall stank. Der Vorbesitzer war Landwirt, und tatsächlich konnte ich eine Handvoll Hühnerfedern aus dem Innenraum einsammeln. Bei einem Renault-Händler erstand ich eine Garnitur schwarzer Kunstlederpolster samt großer Mittenarmlehnenkonsole, abschließbar und mit integriertem Aschenbecher – also Luxus pur und gleichzeitig Relikt eines nach Unfall ausgeschlachteten R16-Urtyps der ersten Baujahre.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/reuschel2.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="200" height="97" align="right" />Weit wichtiger war allerdings der Austausch eines anderen Teils: Mit dem Solex-Vergaser kam dieser R16 auf der Autobahn nur nach langem Anlauf auf angezeigte 140 km/h. Wer den Bandtacho mit dessen Voreilung kennt, kann sich vorstellen, dass mehr als 120 km/h nicht drin waren. Also ersetzte ihn ein Webervergaser, und schon eilte der R16 derart davon, dass die Tachonadel rechts ins Unendliche über die maximal angezeigten 150 km/h hinaus „in Richtung Handschuhfach“ zeigte. Das waren immerhin gestoppte 156 km/h. Mit diesem kräftigen Antritt machte der R16 richtig Spaß. Nächtliche Autobahnfahrten Murnau-München-Stuttgart-Karlsruhe wurden mehrmals in 2 1/2 Stunden erledigt, was 142 km/h Schnitt bedeutete, aber auch in Richtung 14 Liter Benzinverbrauch auf 100 km.<br />
Im Alltag war dieser R16 mit 7,93 L/100 km (Messbasis über 5 Jahre und 165.000 km) jedoch sparsam. Bei extrem schonender Fahrweise genehmigter er sich minimal 6,8 L/100 km; sein gutes Ausrollverhalten ohne eingelegten Gang im bayerischen Voralpenland trug dazu womöglich bei. Im echten Stadtverkehr waren allerdings weniger als rund 10 L/100km nicht erzielbar.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/reuschel3.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="200" height="100" align="left" />Mein erster R16 sollte auch mein R16-Lehrstück sein. Denn es verging kaum eine Woche, ohne dass nicht irgend etwas zu beanstanden gewesen wäre – oft nur Kleinigkeiten, mitunter aber auch gravierende Mängel an Achsschenkeln, Kreuzgelenken, Radlagern, Antriebswellen, Bremssätteln, Bremskraftregler, Bremskraftverstärker, Stoßdämpfern, sämtlichen Komponenten der Elektrik, durch den Ausfall der Benzinpumpe oder – zu Zeiten des Solex-Vergasers – mehrfaches Lösen und Abfallen der Beschleunigerpumpe vom Vergaser.<br />
Und dann der Rost: Bereits fünf Jahre nach der Erstzulassung hätte man den Wagen verschrotten können! Bei diesem Exemplar war Rost mehr im Vorderwagen an allen Blechfalzen zu finden. Die mit PU-Schaum gefüllten Ecken der Bleche zum Fußraum waren durchgerostet und sorgten bei Regen beständig für ein Fußbad. Das Unterbodenblech im Motorraum musste ebenso erneuert werden wie die Steh- und Dreiecksbleche sowie die vorderen Kotflügel, dann freilich die Seitenschweller. Im Wagenheck sorgte der durch Kondenswasser an der Oberseite lecke Tank für stetige Geruchsbelästigung, und durch die hinteren Radläufe wurde Spritzwasser auch in den hinteren Fußraum geschickt. Zweimal innerhalb von fünf Jahren mussten beide Auspufftöpfe erneuert werden.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/reuschel4.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="200" height="130" align="right" />So gab es immer etwas zu reparieren, auszutauschen, zu schweißen und Angst schwitzend zu hoffen, „we shall overcome“, wenn der nächste TÜV-Termin anstand. Keinerlei Ärger machten freundlicherweise die Hinterradschwingen. Trotzdem beliefen sich sämtliche Reparaturen innerhalb von fünf Jahren auf gut 5.500 DM. Im wahrsten Sinne musste dieses Geld „geblecht“ werden, denn einen vorrangigen Kostenfaktor stellten Blechnerarbeiten dar.<br />
Das Problem war: Ich mochte diesen R16 trotz allem, zumal sein Motor gesund und kräftig arbeitete, der Fahrkomfort – ob Kurz- oder Langstrecke (die längste Tagesstrecke ohne nennenswerte Ermüdung waren 1978 mehr als 1280 km) – alles mir Bekannte übertraf. Und jede intensive Beschäftigung mit seinen Macken vertiefte einmal mehr meine innige Beziehung zu diesem Auto-Tamagotchi, so dass ich davon nicht mehr lassen mochte. „Bis dass der TÜV uns scheidet“ wurde mein Versprechen, und je länger ich diesen R16 hatte, um so zuverlässiger wurde er. Ab 110.000 km gab es kaum noch Alltagsärger. Anlässe, ihn auf Grund von spontanem Ärger loswerden zu wollen, blieben aus. Und die Klimmzüge, um ihn über den nächsten TÜV zu hieven, hatten sowieso mehr mit Sportsgeist als mit Vernunft zu tun.</p>
<p>1979 gab es mit diesem R16 ziemlichen Ärger an der Grenze nach Frankreich. Gut eine Stunde hielten mich deutsche und französische Grenzbeamte in Lauterbourg fest und durchstöberten das Auto. Natürlich freuten sie sich über die nicht serienmäßige große Mittenkonsole und vermuteten mindestens einen Revolver darin. Auf meine Frage, ob sie denn einen Schwerkriminellen ausgerechnet mit einem R16 suchten, durften sie mir keine Antwort geben. Diese Prozedur wiederholte sich in zeitlich abgemilderter Form mehrmals sowohl in Lauterbourg wie auch in Wissembourg, ohne dass ich eine Erklärung dafür erhalten konnte.</p>
<p>1980 rief mich sogar die Kripo Karlsruhe an, ich möge mein Auto doch mal vorführen. Sie schauten unter die Schweller und in den Kofferraum – das war’s. Auf mein verwundertes Nachfragen antwortete man mir verschwommen, es gäbe da einen Unfall mit Fahrerflucht mit so einem R16, mehr könne man mir nicht sagen.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/reuschel5.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="200" height="117" align="right" />Das nicht ruhen wollende Interesse der Polizei an meinem Auto ließ mich recherchieren. Und so kam ich eines Tages darauf, dass ein hellblauer R16 des Baujahres 1972 im April 1977 als erfolgreiches Fluchtfahrzeug bei einem Bankraub diente. Der Clou: Obwohl das Fahrzeug noch am selben Tag irgendwo aufgefunden wurde und sich anschließend auf unbestimmte Zeit in Polizeigewahrsam befand, fahndeten alle möglichen Polizeidienststellen und Grenzposten weiterhin in dieser Angelegenheit nach einem hellblauen R16. Da mein R16 erst im August 1977 auf mich zugelassen wurde, konnte ich der Täter wohl nicht sein.</p>
<p>1982 stand der nächste, höchst kritische TÜV-Termin bevor, und ich war zum ersten mal absolut sicher, dass eine überstürzte Rettungsaktion bzw. alle denkbaren Register der Überredungskünste die TÜV-Ingenieure nicht mehr hätten überzeugen können. Gut, ich hätte einen komplett neuen Unterboden, eine komplett neue Vorderwagen- wie auch Heckgruppe verbauen und meinem alten Freund neues Leben schenken können – solche Teile gab es damals schließlich noch.</p>
<p>Aber zufällig stand beim nächsten Renault-Händler ein recht gut aussehender R16 TX von 1975 in der hübschen Farbe Alpineblaumetallic 474 und mit satten 93 PS sowie dem günstigen Preis von 3235 DM bereit, den zehn Jahre alten, über 210.524 km abgenudelten R16 TL vergessen zu lassen.</p>
<p>Doch nie wieder war meine Beziehung zu einem R16 so intensiv wie zu meinem ersten. Und nie wieder blieb ich einem anderen Auto mehr als 165.000 km treu. Dreimal fuhr diesem R16 jemand ans Blech – einmal vorn in den Kotflügel, zweimal auf die hintere Stoßstange; für den R16 war es jedes Mal belanglos. Natürlich war dabei Glück im Spiel – auch ein Grund, so einem Auto treu zu bleiben.</p>
<p>Fast ein Jahr nach seiner Stilllegung habe ich gebraucht, bis ich ihn dem Schrotthändler übergeben mochte. Ich ließ einen Freund, dem „R16“ nichts bedeutete, diesen abscheulichen Vorgang abwickeln und war nicht dabei, als das gute Lehrstück in Sachen R16 abgeholt wurde. Bezeichnenderweise hatte ich das gute Stück in der Garage stehen, während mein fahrbereiter TX dieses eine Jahr lang draußen übernachten musste.</p>
<p>Der 72er R16 TL wollte sich nicht verabschieden: Beim letzten Anlassen, um ihn aus der Garage an die Straße zu fahren, damit der Schrottwagen ihn greifen konnte, sprang er sofort an, und nach dem Abdrehen des Zündschlüssels wollte er – oh Wunder – nicht wieder ausgehen! Ich musste ihn bei eingelegtem Gang und fest auf der Bremse stehend abwürgen&#8230;</p>
<p><em>Regin Reuschel , November 2005</em></p>
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		<title>Renate Freiling</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jul 2005 14:05:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie ich zu  meinem R16 kam. 
Am 19.09.1992 stand ich in einer Bar in Berlin-Schöneberg,         um mit mir auf meinen Geburtstag anzustoßen. Als hätten sie’s         geahnt, standen plötzlich drei fremde Männer um mich herum,     [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie ich zu </strong><strong> meinem R16 kam. </strong><br />
Am 19.09.1992 stand ich in einer Bar in Berlin-Schöneberg,         um mit mir auf meinen Geburtstag anzustoßen. Als hätten sie’s         geahnt, standen plötzlich drei fremde Männer um mich herum,         prosteten mir zu, gratulierten und schenkten mir unsinnige Sachen, die         sie zufällig aus der Hosentasche zogen: einen selbst geschmiedeten         (potthässlichen) 80er-Jahre-Messingring – so was hat man doch         als Mann gerne mal dabei, wenn man in eine Bar geht (!); und einen tollen         Haifisch-Schlüssel-anhänger, mit dem man Bierflaschen aufmachen         kann &#8211; schon eher als Ausgeh-Utensil zu gebrauchen; und eine Flasche         Bier hab’ ich auch noch bekommen&#8230;</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/freiling1.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="200" height="205" align="left" />Als wir dann ganz munter die Bar verließen, um die nächste Kneipe (ca. 200 m weiter) aufzusuchen, stand vor der Tür ein – zumindest in diesem Zustand – wunderschöner, metallicblauer R16. Ich fing schon an zu schwärmen („meine Lehrerin hatte auch mal so einen“ und „den hätt’ ich auch gern“) als meine Begleiter in den Wagen einstiegen &#8211; und ich natürlich mit. Von da an wollte ich lieber im Auto rumfahren als in Kneipen rumstehen. Wir kehrten noch zwei– bis dreimal ein und morgens gegen acht wurde ich von dem schicken R16 (bzw. dessen Besitzer Peter) zu Hause abgesetzt.</p>
<p>Daraus wurde eine handfeste Bekanntschaft. Nun hatte Peter allerdings immer sehr wenig Geld. Mangels Arbeit wurde es auch immer weniger. Bis er im Frühjahr `93 den R16 verkaufen wollte. Das kam mir sehr gelegen, denn seit ich ein Jahr vorher meinen Strichachter verkauft hatte, war ich (zum ersten Mal seit 1979!) autolos – und nicht besonders froh darüber. Also nahm ich Peter den Wagen für 900 Mark ab, steckte noch mal was für den kaputten Querlenker rein, brachte ihn durch den TÜV und bretterte über vier Jahre lang ständig zwischen Hamburg (meiner vorherigen Heimat) und Berlin hin und her. Bis der R 16 dann kurz vor Glinde an einer kaputten Zylinderkopfdichtung elendig verreckte. Ein Freund schleppte mich mit dem Wagen kurzerhand zum Autofriedhof und seitdem (1997) ward dieser R16 nicht mehr gesehen.</p>
<p><img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/freiling2.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="300" height="194" align="right" />Mein Gewissen hat das natürlich niemals verkraftet. Als dann ca. zwei Jahre später (nach einem Intermezzo mit Fiat Panda und Fort Escort Klempner) ein Bekannter Obdach für einen herrenlosen R16 suchte, nutzte ich die Chance und nahm ihn auf. Daran wollte ich den Tod des ersten wiedergutmachen und schraubte, ließ dran schrauben, brachte ihn durch den TÜV usw. Er sah zwar nicht so gut aus mit dem Moos auf dem Dach und etwas Schimmel auf den Sitzen, aber die Automatic-Schaltung machte was her!</p>
<p>Mittlerweile war schon das neue Jahrtausend angebrochen und das Internet war für mich schon lange kein Geheimnis mehr. Ich fand darin einen R16-Club, der Ersatzteile und Mitglieder hatte! Das Mitglied Olli Haarbusch konnte sogar schrauben und erklärte sich bereit, meinen R16 für den nächsten TÜV 2001 fertig zu machen. Als ich Olli’s Hof in Kassel enterte, sah ich den silbernen TL mit Frontschaden traurig dastehen. Schnell entschlossen tauschte ich den alten gegen den silbernen, legte noch ein paar Tausender drauf und hatte nach zweimonatiger Reparatur im März 2001 meinen dritten R16, der mir hoffentlich noch lange erhalten bleibt. Im Mai wird er 30!</p>
<p><em>Renate Freiling, Juli 2005</em></p>
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		<title>Jürgen Elsner</title>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2005 14:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Wie ich zu  meinem R16 kam. 
Schon in meiner Kinder- und Jungendzeit war ich       ein großer Anhänger von französischen Filmen,       seien es alte Krimis mit Jean Gabin, Actionfilme       mit Jean-Paul Belmondo oder die großen französischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Wie ich zu </strong><strong> meinem R16 kam. </strong></p>
<p><strong>Schon</strong> in meiner Kinder- und Jungendzeit war ich       ein großer Anhänger von französischen Filmen,       seien es alte Krimis mit Jean Gabin, Actionfilme       mit Jean-Paul Belmondo oder die großen französischen       Klamauk-Klassiker der Sechziger und Siebziger       mit Pierre Richard oder Luis de Funès. Besonders       letztere Filme waren für Autofans wie       mich natürlich immer auch eine Fundgrube für die       skurrilsten Entwicklungen französischer Automobilkonstrukteure.       Zwei Autos hatten es mir damals       schon besonders angetan: Der Ami 6 und der Renault       16. Ich hatte halt schon immer eine Vorliebe       für Ausgefallenes. Aber       einen Oldie kaufen? Ich       war eigentlich nie der       typische &#8220;Frickler&#8221;.       Platz für Werkzeuge       und Ersatzteile hatte ich       als Schüler respektive       Student sowieso nicht.</p>
<p><strong> Somit war für mich       damals klar:</strong> Wenn ich       denn einen Oldtimer       mein Eigen nennen sollte, dann muss dieser       (neben dem Skurrilitätsriterium) in einem guten       Zustand und absolut zuverlässig sein. Und dann       einen Franzosen??? Eben&#8230; So begnügte ich mich       jahrelang mit dem Anschauen von Oldtimern, einen       Renault 16 in seiner Urform habe ich jedoch       nie zu Gesicht bekommen, außer in den oben genannten       Filmen. Aber wenn Renault 16, dann nur       als Urtyp! Die Heckansicht mit den wunderschönen       mandelförmigen Rückleuchten und dem Renault-       Schriftzug auf der Chromleiste ist einfach       betörend schön und bietet vor allem absolutes Sixties-       Flair!</p>
<p><strong> Im April 2001</strong>, das Ende meines Studiums konnte       ich zumindest grob bestimmen, besuchte ich auf       der Techno-Classica den Stand des Club 16, aber       immer noch bar jeder Kaufabsicht. Ich bekam jedoch       angesichts der Fahrzeuge von Corjan Meijer       und Holger Schmidt sofort leuchtende Augen!       Wie gesagt, ich hatte ja noch nie einen Urtyp in       natura gesehen. Rein interessehalber fragte ich       mal nach den Preisen für ein solches Exemplar.       Sie wollen kaufen? Nein, wollte ich eigentlich       nicht, ich bin ja kein Glücksritter! „Unser Clubmitglied       Holger Schmidt möchte einen Urtyp verkaufen.“</p>
<p><strong> So lernte ich also Holger kennen</strong>, und er erzählte       mir sogleich wortreich       von seinem ausgestellten       Exemplar, wie toll       er fährt, wie selten und       extrem zuverlässig er       sei (in Gedanken       machte ich schon Häkchen       bei meinen o. g.       Kriterien). Und der       Wagen, den er verkaufen       möchte, wäre in       einem besseren Zustand       als sein ausgestelltes Auto! Als auch noch       der Preis in mein schnell zurechtgezimmertes       Budget passte und ich beim Probesitzen in Holgers       Wagen den Esprit des Renault 16 atmen       konnte, war die Kaufresistenz gebrochen. Er gab       mir seine Telefonnummer. In dem folgenden Telefonat       erfuhr ich von ihm, dass er den anderen Renault       16, ein Frankreich-Exemplar, verkaufen will,       weil er als Teileträger zu schade sei. Teileträger?       Ich dachte, er wäre in einem besseren Zustand als       sein &#8220;Erst-Oldtimer&#8221;? Alarm! Ja, das sei er auch,       aber er hätte halt in seinem Renault 16 geheiratet,       daher wäre ein Verkauf des ausgestellten Wagens ausgeschlossen. Das       klang einleuchtend.</p>
<p><strong> Witzigerweise schien sich</strong> Holger dann doch       nicht so recht von dem mir angebotenen Auto       trennen zu können, denn er schilderte mir sodann       mit warnendem Unterton die prekäre Ersatzteillage       für den Urtyp. Sofort gingen bei mir als Laien       ohne große Ersatzteillager-Kapazitäten wieder die       Alarmsirenen an, und meine Kaufabsicht verflüchtigte       sich etwas. Halb so wild, schilderte mir der       gewandelte Holger in einem folgenden Gespräch,       alles wäre aufzutreiben, vor allem die Holländer       könnten alles liefern. Wim Boer, den ich kurze       Zeit später anrief, verifizierte nicht nur Holgers       Ausführungen, sondern erzählte mir auch, dass er       persönlich dieses Exemplar aus Frankreich importiert       und für außergewöhnlich gut befunden hatte.</p>
<p><strong> In dem guten Gewissen</strong>, dass dann ja nichts mehr       schief gehen kann, machte ich mich später mit       Kurzzeitkennzeichen, einer neuen Batterie und       Scheibenwischern bewaffnet auf den Weg nach       Siegen. Der erste Anblick des Objekts meiner Begierde       war jedoch zunächst ernüchternd, da mir       Holger ja erzählt hatte, dass sich dieses Fahrzeug       in einem besseren Zustand als sein erster Renault       16 befinden sollte, der restauriert und hochglanzpoliert       auf der Techno-Classica stand. Ich hatte als       Novize wohl nicht bedacht, dass sich das Kaufobjekt       im absoluten (französischen) Originalzustand       befindet, soll heißen mit verwittertem Lack, etlichen       Beulen, ausgeblichener Rückbank, Rostschutzfarbe       im Motorraum und demontierten       Chromteilen.</p>
<p><strong> Der zweite Blick zeigte dann aber</strong>, dass Holger       doch recht hatte: Der Wagen ist tatsächlich nahezu       rostfrei (und das im Originalzustand!), alle Anbauteile       sind vorhanden, er stellt ein besonders frühes       Exemplar von Juli 1965 dar, und er stammt aus Familienbesitz, wobei der       Erstbesitzer den Wagen       jahrzehntelang gefahren hat, bevor er ihn       &#8220;vererbte&#8221;. Wenn ein Auto so lange von einem       Besitzer gefahren wird, muss es einfach gut sein!       Was ich da letztendlich für eine Preziose gekauft       hatte, war zu dem Zeitpunkt weder mir noch Holger       klar&#8230;</p>
<p><strong> Die Heimfahrt von Siegen nach Köln</strong> entbehrte       dann nicht einiger abenteuerlicher Elemente. Zunächst       erwiesen sich sowohl die Batterie (passte       nicht) als auch die Scheibenwischer (dito) als unbrauchbar,       was mir insbesondere aufgrund der       schwarzen Wolken über dem Siegerland Unwohlsein       bereitete. Außerdem stand das Fahrzeug       vorher längere Zeit in einer Halle. Ich wurde von       einem guten Freund begleitet, der aufgrund seiner       Erfahrung mit französischen Vehikeln glücklicherweise       deutlich gelassener war als ich. Wir starteten       erstmal mit fremder Hilfe. Einige Kilometer       nach der Abfahrt ging der Kühlerventilator an und       produzierte dabei Geräusche, als wenn man bei       voller Fahrt versuchen würde, den Rückwärtsgang       einzulegen. Erschrocken steuerte ich den Wagen       an die Seite. Plötzlich verstummte das nervzerreißende       Geräusch, und der Ventilator summte zufrieden       vor sich hin. Muss wohl an der langen       Standzeit gelegen haben, versuchte ich mich zu       beruhigen.</p>
<p><strong> Es dämmerte mittlerweile</strong>. Wie macht man bloß       die Scheinwerfer an? Nachdem ich an allen möglichen       Hebeln gerudert hatte, wies mich mein       Freund darauf hin, dass man bei französischen       Autos im allgemeinen den linken Hebel drehen       muß. Aha! Mir wurde dann klar, warum in alten       französischen Filmen so häufig Autos des Nachts       von der Fahrbahn abkamen: In Anbetracht der gelben       Frankreich-Funzeln hätte man die Straße auch       mit einer Taschenlampe ausleuchten können. Ich musste also sehr langsam       fahren. Die Wolken       wurden immer dichter, derweil mich die Wischerarme       durch die Windschutzscheibe ratlos anschauten:       Nous sommes hors service! Dennoch: Petrus       erwies sich als R 16-Fan, und wir kamen trocken       in Köln an.</p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_466" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><img class="size-medium wp-image-466" title="Juergen_r16hintenschraeg_klein" src="http://www.renault16.de/neu/wp-content/2005/05/Juergen_r16hintenschraeg_klein-300x213.jpg" alt="Der Originalzustand 2001." width="300" height="213" /></strong><p class="wp-caption-text">Der Originalzustand 2001.</p></div>
<p>Zwei Tage später</strong> brachte ich meine Neuerwerbung       stolz zur Renault-Niederlassung Köln, die       den Wagen gründlich durchchecken, durch den       Tüv bringen und möglichst noch das H-Kennzeichen       ausstellen sollte. Zum Glück kannte       sich der &#8220;alte Meister&#8221; Herr Stein mit dem Urtyp       aus, wie ich in Erfahrung gebracht hatte. Er hat       auf diesem Wagen gelernt und war dementsprechend       begeistert. Aufgrund einiger Ersatzteilschwierigkeiten       und der hohen Auslastung der       Werkstatt dauerte der Aufenthalt fast drei Wochen,       aber ich hatte ja Zeit. Der Wagen ging tatsächlich       ohne erkennbare Mängel und mit HAuszeichnung       durch den Tüv! Klar, es mußten       einige Teile erneuert werden, und es war nicht       gerade billig. Da ich mich aber zu der Zeit in den       Vorbereitungen für eine wichtige Examensklausur       befand und das Kurzzeitkennzeichen nur ein paar       Tage gültig ist, wollte ich den Wagen einfach so       schnell wie möglich durch den Tüv bringen.</p>
<p><strong> <img class="alignleft size-medium wp-image-470" title="Juergen_r16_fahrerplatz_klein" src="http://www.renault16.de/neu/wp-content/2005/05/Juergen_r16_fahrerplatz_klein-300x211.jpg" alt="Juergen_r16_fahrerplatz_klein" width="300" height="211" />Der folgende Eintritt</strong> in den Club 16 war natürlich       ein Muss. In den nächsten Monaten brachte       ich dann in Erfahrung, welch seltenes Auto ich da       eigentlich besitze. Mit Erstzulassung Juli 1965       gehört er zu den ältesten existierenden Renault 16       überhaupt (bisher habe ich nur Corjans R 16 als       ein noch älteres Exemplar besichtigen können),       und die Vordersitzbank anstelle von Einzelsitzen       scheint nahezu einmalig zu sein, wie mir auch unser       Szene-Kenner Wim Boer erzählte. Angesichts       dieser Fakten habe ich übrigens von Holger       Schmidt schon des öfteren ein tiefes Seufzen vernommen&#8230;</p>
<p><strong> Sowieso</strong>, mit der schönste Nebeneffekt an meinem       Oldie ist, dass ich so viele nette, hilfsbereite und       interessante Leute kennen gelernt habe, denen       man sonst niemals über den Weg gelaufen wäre.       Und Clubzeitungsredakteur wäre ich wohl auch       nie geworden.</p>
<p><strong> <img class="alignleft size-medium wp-image-468" title="Juergen_r16_front_klein" src="http://www.renault16.de/neu/wp-content/2005/05/Juergen_r16_front_klein-300x197.jpg" alt="Juergen_r16_front_klein" width="300" height="197" />Meinen alten Franzosen</strong> habe ich im Laufe der       letzten Jahre einer klassischen &#8220;rolling restauration&#8221;       unterzogen, wobei ich als Novize feststellen       musste, dass das Gütesiegel &#8220;Originalzustand&#8221;       mitunter seine Tücken hat. Nachdem diverse originale       Riemen und Kugelbolzen am Ende waren,       zerlegten sich drei Monate nach dem Kauf die originalen       Antriebswellen (ja, noch die mit den offenen       Kreuzgelenken!). Die &#8211; nach dem optischen       Zustand &#8211; originalen Reifen waren rissig wie alte       Ledersitze. Und die Trommelbremsen zeigten sich       original zerbröselt, was der kompetente Renault-       Meister Guido Dietsch aus Willich aber erst ein       Jahr später bei einer großen Revision der Bremsen festgestellt       hat. Also besser gleich die ganze       Bremsanlage erneuert!</p>
<p><strong> Zwischenzeitlich habe ich meinem R 16</strong> dann       noch eine Teillackierung spendiert und eine neue       Rücksitzbank von unserem holländischen Clubkollegen       Alfred van der Gaast ergattert, so dass       der Wagen seit zwei Jahren optisch wie technisch       wieder proper dasteht. Im Moment bereitet mir nur       Kopfschmerzen, dass der (originale) blaue Bezug       der Vordersitzbank einzureißen droht. Ich vermute,       dass hier die Suche nach einem Ersatzexemplar       aussichtslos ist. Trotzdem, mal unsere Holländer       fragen&#8230;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-469" title="Juergen_r16_heck_klein" src="http://www.renault16.de/neu/wp-content/2005/05/Juergen_r16_heck_klein-300x199.jpg" alt="Juergen_r16_heck_klein" width="300" height="199" /> Angesichts der Tatsache</strong>, dass mein Renault 16       dazu auserkoren wurde, auf der diesjährigen Techno       Classica ausgestellt zu werden, habe ich meinen       Geldbeutel noch mal weit geöffnet. Der Wagen       wird von Guido Dietsch nun in einen Zustand       gebracht, der dieser Veranstaltung (und dieses Anlasses!)       würdig ist. Aber so perfekt wie der formidable R 16 unseres Schweizer       Mitglieds Markus       Mosch kann und soll mein altes Schätzchen nicht       werden. Dafür ist die Grundsubstanz einfach zu       gut, und es wäre schade, alle Spuren seiner aufregenden       Lebensgeschichte zu eliminieren. Abgesehen       davon fehlen mir als angehenden Lehrer zu       einer Concours-Restauration die nötigen Fränkli&#8230;</p>
<p><strong> Ach ja, letztes Jahr</strong> habe ich auf einem Oldie-       Treffen in Essen einen Citroën Ami 6 in perfektem       Zustand gesehen. Ein geniales Auto! Superskurril!       Einfach cool! Ich konnte aber doch widerstehen.</p>
<p><em>Jürgen Elsner , 2005 </em></p>
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		<title>Steffen Gutzmann</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2005 14:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Wir über uns:                   Steffen Gutzmann


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 Mein R 16 ist ein TX Automatic  (R 1156) mit Historischem         Kennzeichen, da er  1964  erstmalig zugelassen wurde.    [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%">
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<td><strong>Wir über uns:                  <em> Steffen Gutzmann</em><br />
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</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong> Mein R 16 ist ein TX Automatic </strong> (R 1156) mit Historischem         Kennzeichen, da er <strong> 1964 </strong> erstmalig zugelassen wurde.         Das wirft natürlich die Frage auf “Weiß der eigentlich,         von was er redet?&#8221;. Ja, das weiß ich &#8211; deswegen möchte         ich euch auch diese Geschichte von und über meinen kleinen Liebling         erzählen.</p>
<p><strong> <img class="alignleft" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/gutzmann1.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="200" height="199" align="left" />Also fange ich am besten </strong> von ganz vorne an, um alles         klarzustellen. Es ist ein Renault 16 TX Automatic und Baujahr 1975 (das         heißt einer der ersten TX Automatic), original französisches         Modell mit fast allen erdenklichen Extras, die so ein R 16 hatte — ihm         fehlen nur die Klimaanlage, das Leder und die Scheinwerferwaschanlage,         sonst hat er alles.</p>
<p><strong> Im Jahr 1975 kaufte ihn </strong> ein Pariser Fleischgroßhändler         als Neuwagen und fuhr mit ihm noch im selben Jahr in die Deutsche Demokratische         Republik, wahrscheinlich aus geschäftlichen Gründen. In der         DDR, im schönen Sachsenland, gleich in der Nähe, wo das Clubtreffen         2001 war, verunfallte der Fleischgroßhändler und der R16 war         leider ein Totalschaden.</p>
<p><strong> Durch </strong><strong> diesen Unfall war </strong> es einem         Dipl.-Ingenieur und treuen Bürger der DDR möglich, diesen R16         zu kaufen, da der Fleischgroßhändler zum Glück nur verletzt         war und der R16 ja leider ein Totalschaden war. Denn zu dieser Zeit waren         in der DDR alle Fahrzeuge aus dem “kapitalistischen Ausland&#8221; mit         1.6 Liter-Motoren verboten, da dieses Segment von den sozialistischen         Bruderländern abgedeckt wurde. Also konnte man in der DDR keinen         R16 kaufen. Demzufolge war der Ingenieur gezwungen, den R16 als einen         R8 zu zulassen, um für dieses Fahrzeug eine Genehmigung und Ersatzteile         zu bekommen.</p>
<p><strong> Der Fahrzeugbrief des R8 </strong> ist von 1964, deswegen auch         die Erstzulassung des R16 im Jahre 1964. Da die Bürger der DDR schon         immer Bastler und Tüftler waren und auch sein mussten, baute er         den R16 also wieder auf. Dazu besorgte er sich die Ersatzteile aus der         Tschechoslowakischen Republik, denn dort gab es die Marke Renault zu         kaufen, demzufolge auch den R16. Die Teile führte er dann als R8-         Ersatzteile in die DDR ein, um sie zum Wiederaufbau zu verwenden.</p>
<p><strong> Im Jahr 1980 war das Werk </strong> vollbracht und der R16         konnte wieder angemeldet werden, und zwar als „Renault 8 mit Karosseriewechsel“.         1982 wurde dann noch der Motor umgeschrieben, denn das Umschreiben von         Karosseriewechsel und Motorenwechsel war in der DDR möglich, auch         wenn es nicht immer gerne gesehen wurde. Aber da es keinen TÜV gab,         war es nicht abnahmepflichtig und deshalb teilweise lockerer als heutzutage.         Bis 1990 fuhr er ihn mit größter Sorgfalt und Pflege, bis         dann leider auch für den R16 die Wende kam, denn ab da fuhr ihn         seine Frau bis ca. 1992. Das geschah aus dem Grund, weil man ihm nachsagte: “Du         kannst Dir wohl auch kein besseres Auto kaufen?&#8221;.</p>
<p><strong> <img class="alignright" style="margin: 5px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/gutzmann2.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="175" height="140" align="right" />Leider ließ sich der Ingenieur </strong> davon zu stark         leiten und legte sich ein neueres Auto zu. Die Frau des Ingenieurs ging         leider mit dem R16 nicht so pfleglich und sorgsam um wie der Ingenieur         selber, er schien aber darauf auch nicht besonders zu achten, denn es         kamen kleinere und etwas größere Schäden, die man bis         heute noch teilweise entdecken kann. Aber zum Glück für den         lieben Wagen fuhr sie ihn nur zwei Jahre und ab da stand er in der Garage       und wartete dort mit einmal Anlassen pro Jahr bis Oktober 1997.</p>
<p><strong> Zu diesem Zeitpunkt </strong> setzte ihn der Ingenieur zum         Verkauf in die Zeitung “Der Heisse Draht&#8221; &#8211; für 1000,-         DM. Als ich die Anzeige las, dachte ich “<em>das kann ja nichts         besonderes sein — oder es ist ein Druckfehler</em>&#8220;. Da ich         aber schon lange Renault-Fan bin und schon seit 1994 (meinem ersten Paris-Besuch)         einen R16 haben wollte und es bisher für unerreichbar hielt, fuhr         ich mit einem Freund sofort nach Absprache mit dem Ingenieur dorthin,         um den R16 zu besichtigen. Mit großem Erstaunen stellten wir fest,         daß nur ein Scheinwerfer nicht passte, da er rund war und daß die         Schweller durchrostet waren, ansonsten schien er prima und war somit         sofort gekauft.</p>
<p><strong> Erst 1998 konnte ich </strong> beginnen, etwas am R16 zu machen,         weil ich ab Ende 1997 Mitglied im Club 16 e.V.. wurde. Das erste, was         wir am R16 machten, war das Wechseln der durchrosteten Seitenschweller         in Kassel bei Oliver Haarbusch, weiterhin wurden andere Durchrostungen         entfernt wie z.B. am Fahrereinstieg. Als krönenden Abschluss bekam         er noch eine neue Hohlraumversiegelung. Danach wurde er noch leicht technisch überholt         und neu angemeldet, er fährt also seit Spätsommer 1998 wieder         und macht trotz alledem weiter in seiner unglaublichen Geschichte. Im         Jahr 2001 wollte ich, daß er ein H-Kennzeichen bekommt, also ab         zur DEKRA und ein Oldie-Gutachten machen, kein Problem &#8211; und seitdem         ist er ein offizieller Oldtimer.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 10px;" src="../../club/mitglieder-vorstellung/img/gutzmann3.jpg" alt="" width="250" height="162" /></p>
<p><strong> Da ich den R16 aber </strong> nur ca. 6 Monate im Jahr, also         während des schönen Wetters, fahre, dachte ich noch dazu an         ein Saisonkennzeichen, welches ich auch bekam, leider nur für zwei         Wochen. Das Finanzamt bemerkte, daß Saisonkennzeichen und H­Kennzeichen         zusammen nicht zulässig sind, da beides Untergruppen des normalen         Kennzeichens sind. Das hieß konkret, daß das Kennzeichen         getauscht werden musste, natürlich für mich kostenfrei, da       es ja nicht mein Fehler war.</p>
<p><strong> So ist der derzeitige </strong> Stand der Dinge und die kleine         Geschichte von meinem R16 wird voraussichtlich weiter geschrieben, in         der Hoffnung, daß sie so aufregend bleibt!</p>
<p><em> Euer Steffen </em><br />
<em> <em> Steffen Gutzmann</em>, Januar 2005</em></p>
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